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Ponton

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Ponton

Bd. 16, Sp. 152
Ponton (franz., spr. pongtóng, Brückenschiff), ein flaches, offenes Fahrzeug zur Herstellung von Pontonbrücken (s. Kriegsbrücken). Die Pontons haben etwa 10 m Länge bei 1,5 m Breite und 1 m Tiefe. Eiserne Pontons sind leichter als hölzerne, werden aber darin von den Segeltuchpontons mit Gerippe aus Holz und Wänden aus wasserdichtem Segeltuch übertroffen. Auch Aluminium wird erprobt. Ähnlich sind die zusammenlegbaren Faltboote (s. d.). Die Pontons werden auf Wagen (Hakets) in besondern Heeresabteilungen (Ponton- oder Brückentrains, Pontonkolonnen) mitgeführt. Die deutschen Pontons sind aus verzinktem Eisenblech, 7,5 m lang, 1,5 m breit, 0,81 m im Lichten hoch, 450 kg schwer, mit einem Rand (Schandeck) aus Eichenholz. – Pontons benutzt man auch zum Verschluß großer Schleusen und Docks, auch wohl zur Absperrung ganzer Wasserläufe. Schwimmpontons werden schwimmend von oben in einen Falz des Docks oder Schleusenhauptes hinabgesenkt, Schiebepontons werden aus einer neben dem Schleusenhaupt liegenden Kammer seitwärts vor die zu schließende Öffnung gezogen, außerdem benutzt man vollständig ausfahrbare Sperrschiffe, die sich, in eigens für den Zweck hergerichtetes Mauerwerk, vor die zu sperrende Öffnung legen. Das gewöhnlich eiserne Schwimmponton hat schiffartigen, selten kastenförmigen Querschnitt und ist im Kiel und am Vorder- und Hintersteven derartig gebaut, daß es sich in die Falze und an den Drempel des zu schließenden Schleusenhauptes anlegt und die Einfahrt dicht verschließt. Häufig wird die obere Breite des Pontons zur Überführung eines Weges benutzt. Schiebepontons haben immer kastenförmigen Querschnitt, sie gleiten auf in der Sohle des Pontonfalzes angebrachten Bahnen oder werden auf Rollen bewegt. Die Schwimmpontons und Sperrschiffe werden gesenkt, indem man Wasser in sie einströmen läßt. Soll der Verschluß geöffnet werden, so wird der Wasserballast mittels Pumpen zum Teil beseitigt. – In der Stereometrie nennt man P. bisweilen ein Prismatoid mit rechteckigen Grundflächen.
2013 Zeichen · 21 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Pontonm.

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

    Ponton m. ‘breites, flaches Wasserfahrzeug zum Bau von (behelfsmäßigen) Brücken’, auch ‘schwimmende, aus mehreren dieser…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ponton

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Ponton (franz., spr. pongtóng, Brückenschiff) , ein flaches, offenes Fahrzeug zur Herstellung von Pontonbrücken (s. Krie…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ponton

7 Bildungen · 7 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

ponton‑ als Erstglied (7 von 7)

Pontonblech

GWB

ponton·blech

Pontonblech besonders starkes, belastbares Eisenblech; mBez auf die Verwendung für Dachrinnen A(Gr5,180) 6.10.01 [Protokoll LKruse] A(Gr5,20…

Pontonbrücke

Pfeifer_etym

ponton·bruecke

Ponton m. ‘breites, flaches Wasserfahrzeug zum Bau von (behelfsmäßigen) Brücken’, auch ‘schwimmende, aus mehreren dieser Kähne zusammengeset…

pontonier

LDWB1

ponto·nier

pontonier [pon·to·nier] (franz.) m. (-s) ‹mil› Pontonier m.

Pontonīere

Meyers

ponto·niere

Pontonīere , zum Brückenschlagen bestimmte Genietruppen, in Deutschland in den Pionierbataillonen enthalten, in verschiedenen andern Heeren …

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „ponton". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/ponton/meyers?formid=P07286
MLA
Cotta, Marcel. „ponton". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/ponton/meyers?formid=P07286. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „ponton". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/ponton/meyers?formid=P07286.
BibTeX
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