Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Plural m.
Plural m.
Plural m. (grammatischer Terminus) ‘Mehrzahl’ (2. Hälfte 17. Jh.), zuvor Plural Numerus (Anfang 17. Jh.), nach lat. (numerus) plūrālis ‘in der Mehrzahl stehend’ (eigentlich ‘aus mehreren bestehend’), substantiviert ‘Mehrzahl’, abgeleitet von lat. plūs (Genitiv plūris) ‘mehr’ (s. plus). In frühen Grammatiken übersetzt mit merleiche Zal (um 1400), der merlich (15. Jh.), merere Zal, Vielheit (Mitte 17. Jh.), Mehrheit (bei Adelung neben Plural), vielfache Zahl (ebenfalls 18. Jh.), seit um 1800 Mehrzahl f. – pluralisch Adj. (17. Jh.). Pluralismus m. ‘Gemeinsinn, Gemeingeist, Nächstenliebe’ (Kant, Ende 18. Jh., im Gegensatz zu Egoismus), dann eine politische Auffassung, die ein gleichberechtigtes Nebeneinander von unterschiedlichen Meinungen, Macht- und Interessengemeinschaften erstrebt (20. Jh.). Pluralist m. ‘Vertreter, Anhänger des Pluralismus’ (zuerst Wolff, 18. Jh.).