Hauptquelle · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)
Piperazīn
Piperazīn ( Diäthylendiamin, Äthylenimin, Hexahydropyrazin ) C 4 H 10 N 2 oder @24@float , entsteht bei Einwirkung von Ammoniak auf Äthylenchlorid, beim Erhitzen von Äthylendiaminchlorhydrat und bei Reduktion von Pyrazin C 4 H 4 N 2 . Es bildet farblose Kristalle, löst sich sehr leicht in Wasser, zieht aus der Luft Wasser und Kohlensäure an, schmilzt bei 104°, siedet bei 145°, reagiert stark alkalisch, ist in wässeriger Lösung fast geschmacklos und bildet mit Harnsäure leichtlösliche Salze. Hierauf gründet sich seine Anwendung bei harnsaurer Diathese, Blasensteinen und Gicht. Das Lösungsvermög…