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Physik

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Herder
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Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Physik

Bd. 4, Sp. 538
Physik, griech., im weitern Sinne der Theil der Naturwissenschaft, welcher sich mit den Erscheinungen an den Körpern, den Veränderungen derselben und ihren gegenseitigen Beziehungen zu einander beschäftigt, umfaßt somit die Physiologie, Chemie und P. im engern Sinn. Die P. im engern Sinn ist die Wissenschaft derjenigen Naturerscheinungen, welche von keiner wesentlichen Veränderung der dabei betheiligten Gegenstände begleitet sind. Ihr Gegenstand sind somit die allgemeinen Eigenschaften der Körper, Bewegung u. Gleichgewicht derselben, Schall, Wärme, Licht, Electricität, Magnetismus. Die P. bedient sich zu ihren Forschungen der Beobachtung und des Experiments und sucht daraus die Gesetze für die Erscheinungen zu finden theils durch Schlußfolgerung, theils und hauptsächlich mit Hilfe der Mathematik, welcher die P. ihre größten Bereicherungen verdankt. — Die p.alischen Kenntnisse der Alten waren gering und wurden auch von den Arabern nur sehr unwesentlich vermehrt. Die wissenschaftliche P. beginnt im 16. Jahrh. mit Galilei durch seine wichtigen Entdeckungen von der Bewegung der Körper und dem Lichte. Ihm folgten Kepler, Otto von Guericke, Cartesius, Huyghens, besonders aber Newton mit seiner epochemachenden Entdeckung der allgemeinen Anziehung (Schwerkraft) u. der Zerlegung des weißen Sonnenlichts in farbige Strahlen. Zugleich mit der Lehre vom Lichte bildete sich die vom Schall weiter aus. Die Lehre von der Electricität begann im Anfang des 17. Jahrh. durch Gilbert, fand aber wesentliche Erweiterung erst im folgenden Jahrh. durch Grey, Dufay, Franklin. Zugleich ward das Thermometer erfunden u. die Natur der elastischen Flüssigkeiten, besonders des Wasserdampfs, näher erforscht. Dann folgten die Bereicherungen der Lehre von der Electricität durch Galvani, Volta, Davy, vom Lichte durch Malus (Polarisation), Euler, Young, Fresnel. 1820 entdeckte Oersted den Electromagnetismus, nach ihm Faraday die Magnetoëlectricität u. die Induction.
1963 Zeichen · 28 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Physīk

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Physīk , plur. inus. außer wenn mehrere Lehrbücher dieser Wissenschaft gemeinet werden, plur. die -en, aus dem Griec…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Physik

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Physik , griech., im weitern Sinne der Theil der Naturwissenschaft, welcher sich mit den Erscheinungen an den Körpern, d…

  3. modern
    Dialekt
    Physik

    Rheinisches Wb.

    Physik fizik  Saarl-Stdt 1870 Sg. t.: in der Wend.: Mach kä F.! keine Fisematenten, keine Dinger.

  4. Sprichwörter
    Physik

    Wander (Sprichwörter)

    Physik Da muss die Physik lügen. – Klix, 58.

  5. Spezial
    Physik

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Phy|sik f. (-) fisica (-ches) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit physik

19 Bildungen · 16 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

physik‑ als Erstglied (16 von 16)

physikalisch

Pfeifer_etym

Physik f. Wissenschaft von der Struktur und den Bewegungsgesetzen der unbelebten Materie, mhd. fisike, physike ‘Natur-, Heilkunde’, frühnhd.…

Physikātsexamen

Meyers

Physikātsexamen , die kreisärztliche Prüfung; s. Kreisarzt .

Physikatstelle

GWB

Physikatstelle ‘(s)eine P. antreten’: mBez auf die Anstellung eines Mediziners als Bezirks-, Kreisarzt oä Dr. Meyer nahm Abschied, seine P. …

physiker

DWB

physiker , m. kenner und lehrer der physik 56, 37. Göthe 54, 129. 287 . Kant 1, 395 u. oft.

Physīkfarben

Meyers

physik·farben

Physīkfarben , in der Färberei mit Hilfe von Zinnsolution dargestellte Farben; s. Zinnchlorid .

Physiko-Mathematik

GWB

Physiko-Mathematik ‘Phisico Math[ematik?]’; evtl auch als ‘physiko-mathematisch’ od ‘Physico-Mathematiker’ aufzulösen für die an Newton orie…

Physiko-Mathematiker

GWB

Physiko-Mathematiker ‘Physico Math.’ T13,240,20 wie ‘Mathematik-Physiker’; überwiegend pl u im Zshg mit Goethes Farbenlehre in Charakterisie…

physikomathematisch

GWB

physiko-mathematisch ‘die physiko-mathematische Gilde’: für die Anhänger Newtons als Gegner der Goetheschen Farbenlehre So übt schon seit zw…

Physikotheologie

Meyers

Physikotheologie (griech., »Naturgotteslehre«), natürliche Gotteserkenntnis zum Unterschied von der geoffenbarten und positiven Religionsleh…

Physikus

Wander

Physikus Er ist ein Physikus, der den Grünspecht für einen Regenvogel hält. Bei den Alten galt der Grünspecht als Regenbote.

physik als Zweitglied (1 von 1)

Metaphysik

Pfeifer_etym

meta·physik

Metaphysik f. idealistische philosophische Lehre von den jenseits der sinnlich wahrnehmbaren Welt angenommenen Erscheinungen und Zusammenhän…

Ableitungen von physik (2 von 2)

physike

KöblerMhd

physike , sw. F. Vw.: s. fisike L.: Lexer 436c (physike)

urphysik

DWB

urphysik A. v. Humboldt kosmos 2, 146 ,