Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Phlegma n.
Phlegma n.
Phlegma n. ‘unerschütterliche Ruhe als Temperamentsmerkmal, Trägheit, Schwerfälligkeit, Gleichgültigkeit’, mhd. fleuma (13. Jh.), frühnhd. flekma (Anfang 15. Jh.), Übernahme von lat. phlegma, griech. phlégma (φλέγμα), eigentlich ‘Brand, Hitze, Glut, Entzündung’, seit Hippokrates ärztliche Bezeichnung für einen entzündlichen, zähen Schleimfluß im Körper, nach der antiken Lehre von den durch Körpersäfte bewirkten Temperamenten die Ursache der Schwerfälligkeit; zu griech. phlégein (φλέγειν) ‘entzünden, entflammen, (ver)brennen, glänzen’ (s. Phlox). – phlegmatisch Adj. ‘träge, nicht zu Affekten neigend, schwerfällig, gleichgültig’ (16. Jh.), spätlat. phlegmaticus, griech. phlegmatikós (φλεγματικός) ‘schleimig, an zähflüssigem Schleim leidend’. Phlegmatiker m. ‘Mensch von trägem, geistig unbeweglichem Temperament’ (18. Jh.), älter Phlegmaticus (16. Jh.), Substantivierung des Adjektivs spätlat. phlegmaticus (s. oben).