Hauptquelle · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)
Philä
Philä (ägypt. Palek ), Nilinsel bei Assuân in Oberägypten, aus Granit bestehend, 384 m lang, 135 m breit, berühmt durch ihre Tempelbauten und landschaftliche Schönheit. Eine Mauerterrasse umschließt das ganze Eiland, dessen Boden der Isis geweiht war, die hier neben Osiris, Horus, Hathor (Aphrodite) u. a. verehrt wurde. Der ziemlich erhaltene Tempel der Isis mit Säulengängen (s. Tafel »Architektur I« , Fig. 10 u. 14), Pylonen und Wandgemälden ist erst durch Nektanebos II. (358–345 v. Chr.) erbaut worden. Die Ptolemäer führten die übrigen Bauten auf; die römischen Kaiser bis Diokletian vergröße…