Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
pfîl
[Kb]) und weiteren Gl.: ‚Wurfspieß, Pfeil, Ge-
schoss; arundo, buzion [lingua ignota, Hildeg.],
iaculum, lancea, palus, pilum, pilus, sagitta‘
<〈Var.: ph-, f->〉. Schon vor der 2. Lautverschie-
bung ist das Wort aus lat. pīlum n., mlat. pīlus
m., -um n. ‚Wurfspieß mit Eisenspitze‘ ent-
lehnt. Es verdrängt die einheimische Bez. ahd.
strâla f. ‚Pfeil ohne Eisenspitze‘ (s. d.). Das m.
Genus ist wohl in Analogie zu anderen Waf-
fenbez. wie gêr m. ‚Wurfspeer‘ (s. d.) oder skaft
m. ‚Speer, Geschoss‘ (s. d.) gebildet. Mlat. pī-
lus m. ist wahrscheinlich eine Rückumsetzung
von ahd. pfîl und hat dann den Genuswechsel
nicht beeinflusst (vgl. N. Wagner, Sprachw 32
[2007], 353). – Mhd. pfîl st.m. ‚Pfeil, Pfeilei-
sen‘, frühnhd. pfeil m. ‚aus einem Schaft mit ei-
ner daran befestigten Spitze bestehendes Ge-
schoss‘, nhd. Pfeil m. ‚Bogengeschoss, Rich-
tungsanzeiger‘.