Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
pfeifergericht n.
pfeifergericht , n. 1 1) judicium tibicinum ( s. pfeiferkönig). 2 2) eine ehemals zu Frankfurt a. M. zur zeit der herbstmesse gehaltene feierliche gerichtssitzung, zu der die abgeordneten von Worms, Bamberg und Nürnberg, früher auch von Straszburg, Köln und einigen niederdeutschen städten mit pfeifern und trompetern aufzogen, ihre symbolischen gaben (handschuhe, pfeffer u. s. w. ) überreichten und vom schultheiszen im namen des kaisers die bestätigung der zollfreiheit und meszprivilegien erhielten. s. Fries vom sogenannten pfeifergericht ( Frankfurt 1752) und darnach Göthe 24, 33 ff. Wagenseil…