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Peik

mnd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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4 in 4 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Peik f.

Bd. 5, Sp. 346
Wossidia Peik Peek f. Pike, Spieß, Lanze und hiervon abgeleitete Bedeutungen 1. eig.: Peik Pieke Mi 62a; dat Dunnerweder sall den regieren, de mi mit Peiken un Flinten up den Hoff kümmt Reut. 3, 91; 4, 205; hei ... nehm em de Peik af Lehm. Ith. 5; de Hagenowschen hebben nich mit de Peik ut 't Dur kamen künnt Wo. V. 2, 794; nu man scharp Peik vör! ran an die Arbeit Wi; dei (eine schlechte Tänzerin) möt 'n ierst mit de Peik fuurtdriben WaWaren@TressowTress. 2. Geräte: Stock mit Eisenspitze, benutzt zum Vorwärtsstoßen vom Peiksläden LuLudwigslust@PolzPolz; Jac. 1, 113; Schmidt Gad. 3, 107; allgem.; Stange mit Querholz oder Zacken zum Abtragen von gedroschenem Stroh, Mengekorn und Erbsen SchöSchönberg@GressowGress; zum Aufladen von Dorn Cordsh. Zss.: Arwt-, Drag'-, Duurn-, Rad'-, Stroh-, Waterpeik; Kœtelpeik. 3. scharfe Spitze: '15 sol. pro peke ad opus ducibile' (an einer mittelalterlichen Belagerungsmaschine; Ro 1354) UB. 13, 443; an den Staken wir ne isern Peek, dat he nah de Ierd' ringahn ded' StaStargard@NeubrandenburgNBrand; Zacke: em hebben s' ne Peek ut de Kron braken er war im Gefängnis NStrel. 4. weitere Übertragungen: Peik beim hinteren Lünsstaken die Spitze am unteren Ende der Düll (s. Bd. 1, 506) Nd. Jb. 47, 69; Gerstengranne: spitze Peeken Egg. Trems. 99, Syn. Gastpeik; Schnabel der Schnepfe (1885) RoRostock@DoberanDob; Penis SchöSchönberg@WelzinWelz; Schwanz von Pferd und Hund: dei (das Pferd) kann dei Peik bannig (ornlich) drägen Wa; Wi Wismar@PoelPoel; ... hellschen handhaben ebda; em (dem Hunde) güng' de Peik so MaMalchin@NeukalenNKal. — Mnd. pêk m., n. — Br. Wb. 3, 303; Dä. 347a; Da. 154a; Kü. 2, 506; Me. 3, 976.
1544 Zeichen · 45 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    peikM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    peik , M. Vw.: s. pēk L.: Lü 272b (peik)

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Peik

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Peik , pers., Bote, Läufer; in der Türkei Nobelgardist des Sultans.

  3. modern
    Dialekt
    Peikf.

    Mecklenburgisches Wb.

    Peik Peek f. Pike, Spieß, Lanze und hiervon abgeleitete Bedeutungen 1. eig.: Peik Pieke Mi 62 a ; dat Dunnerweder sall d…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit peik

18 Bildungen · 16 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

peik‑ als Erstglied (16 von 16)

peikabagms

KöblerGot

peikabagms , st. M. (a) nhd. Palmbaum ne. palm tree, date palm ÜG.: gr. φοῖνιξ; ÜE.: lat. palma Q.: Bi (340-380) I.: ? Lw. lat. ficus, ander…

peiken

WWB

peiken V. [Ravensbg Lippe Mes] stehlen, entwenden; Kleinigkeiten mitnehmen, gefundene Sachen behalten ( Det Is ). Man draf den Dagleuner nic…

Peiker

MeckWB

Peiker -ee- m. Substantivbildung zu peiken 1. jem., der sticht, in der Zs. Zossenpeiker . 2. etwas, das sticht; Gerät zum Ausstechen der Kor…

Peikfranz

MeckWB

peik·franz

Peikfranz m. Schinder: dat (Kuh oder Pferd) is ein för Peikfranz (1885) Ro Bast .

Peikhaken

MeckWB

peik·haken

Peikhaken -ee-, Pik- m. lange Stange mit eisernem Haken, der vorn eine Spitze ( s. Peik 3 ) hat; ein zu verschiedenen Zwecken dienendes Gerä…

Peikies

MeckWB

peik·ies

Peikies -ee- n. Eis, das geeignet ist, mit dem Peiksläden befahren zu werden: sast seihn, morgen ward dat Peikies Ro Warn .

peiklich

RhWB

peik·lich

peiklich -ei-, eine Bildung zu picklich (s. pünktlich) u. peipelig, Bitb-Malbg Adj.: p. Mell(en) Feuersalamander.

Peikschacht

MeckWB

peik·schacht

Peikschacht eig. Lanzenschaft, in a. Spr. als Beiname: 'hence pekeschaht' (1263) Brockm. 103.

Peikschüpp

MeckWB

peik·schuepp

Peikschüpp f. eine Pike, die an der Spitze abgeplattet ist (1885; Sage von Teufel und Schmied) Wo. Sa.

Peiksläden

MeckWB

Peiksläden m. kleiner Schlitten, auf dem man steht und sich mit der Peik zwischen den Beinen nach hinten abstößt Mi 62 a ; allgem.; eiserne …

Peikslöp

MeckWB

peik·s·loep

Peikslöp f. großer Peiksläden, s. das Vor. Schmidt Gad. 3, 107.

Peikstaken

MeckWB

peik·staken

Peikstaken m. Pike, zu einer Belagerungsmaschine (Blide) gehörig: '12 sol. vor pekstaken' (Ro 1380) UB. 19, 474; vgl. Nd. Jb. 45, 75 b .

Peikstart

MeckWB

peik·start

Peikstart -ee- m. spitz hervorstehender Schwanz; Name des Dachses Wa GFlot ; Peekstart, Pik- Name für ein Pferd, das nur wenig Haare auf dem…

peik als Zweitglied (2 von 2)

bōrepeik

KöblerMnd

bōrepeik , Sb. Vw.: s. bōrepēk