Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
paudel
paudel , nur im plural nachweisbar, ein lith. (pudlar) in die preuszische mundart vorgedrungenes wort, ' ein länglich schmales kistchen bald grosz bald klein, was man aus den rinden der lindenbäume verfertigt, und in welchem sowol gewürzwaaren als andere sachen bequem eingepackt und verschickt werden ', daher paudelkrämer, paudelträger, der allerhand galanteriewaaren zum verkaufe herumträgt. Hennig preusz. wb. 180 ; ein gröszeres gefäsz: wasser-, feuereimer. ebenda vom j. 1394; ein trockenmasz: musten von den pauren aufm land getreide holen, die messen ihnen mit ihren paudeln zu, wie sie selbs…