Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
parta
einmal dat. sg. partum (verschrieben für *par-
tun?), Notker, Ps. 73, 6 (an derselben Stelle bar-
don in den Aostndfrk. Psalmenfragmenten 73, 6,
ed. Helten 54):
‚(eine Art) Axt, Streitaxt, Hacke,; in Gl. 2, 404, 55 (11. Jh., obd.) ist partAWB be-
Haue; ascia, bipennis, securis, dolabrum, dola-
tura‘
legt, m. a-St. (?), vgl. bair. wurfpart m., Schmel-
ler, Bayer. Wb.2 I, 283. – Im Mhd. begegnet das
Wort häufig, in der Form barte sw. f. und meist
in der Bed.
‚Streitaxt‘. – Auch Luther gebraucht
noch im oben zitierten Psalmenvers
„mit Beil
und Barten“
‚in securi et ascia‘. In der Sprache
der Gegenwart ist es obd. und md., bes. in Zss.
wie Fleischbarte, auch Hack-, Lang-, Spitzbarte,
noch weit gebräuchlicher als im Norden des dt.
Sprachgebiets. Vgl. Schweiz. Id. IV, 1619 ff.; Fi-
scher, Schwäb. Wb. I, 655; Schmeller, Bayer.
Wb.2 I, 283; Kranzmayer, Wb. d. bair. Mdaa. in
Österr. II, 367 f. (
„veraltend, zugunsten von); Crecelius, Oberhess. Wb. 96; Vil-
Beil, Hacke“
mar, Id. von Kurhessen 26; Woeste, Wb. d.
westf. Mda. 20 (bår); Jungandreas, Ndsächs. Wb.
I, 537 (Baare): s. auch Ndd. Korresp.blatt 64
(1957), 45 (
„Zum Zerkleinern von Reisig, nicht).
zum Holzspalten; das Beil verdrängt die
Barte“