Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Parfüm n.
Parfüm n.
Parfüm n., auch in frz. Schreibung und Aussprache Parfum ‘Duft-, Riechstoff, von Duftstoffen ausgehender Wohlgeruch’, übernommen (Anfang 18. Jh.) von gleichbed. frz. parfum m. (mfrz. parfum, perfum). Dieses, zunächst für jede Art angenehmen Geruchs geltend, ist eine postverbale Bildung zu mfrz. perfumer, mfrz. frz. parfumer ‘wohlriechend machen, durchduften’ (ursprünglich vor allem durch Erzeugen geruchsintensiver Dämpfe, namentlich zu Heilzwecken), das letztlich über vlat. *perfūmāre auf lat. fūmāre ‘rauchen, dampfen’, fūmus ‘Rauch, Dampf’ zurückgeht. Anfang des 17. Jhs. vereinzelt belegtes nhd. Perfumy dürfte auf ital. (älter) perfumo beruhen. – parfümieren Vb. ‘mit Parfüm besprühen, betupfen, wohlriechend machen’ (um 1600), aus mfrz. frz. parfumer, anfangs auch perfümieren nach ital. (älter) perfumare. Parfümerie f. ‘Betrieb zur Herstellung oder Geschäft zum Verkauf von Parfümen und Kosmetika, Kunst der Bereitung und Zusammenstellung von Duftstoffen’ (Ende 18. Jh.), mit französierender Endung zu Parfüm, parfümieren gebildet (frz. parfumerie erst seit etwa 1800 bezeugt).