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organisch

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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

organisch

Bd. 6, Sp. 1024
organisch mehrf Großschr; öfter subst; wiederholt in Hypallage. Von annähernd 450 erfaßten Belegen etwa 270 im naturwiss Bereich; Gebrauchsschwerpunkt in 1b. - Das Prinzip des Organischen prägt wesentlich Goethes Natur- u Kunstauffassung. Es deutet sich bereits im pantheistischen Mikrokosmos-Makrokosmos-Gedanken der Frühzeit an, in Goethes - weitgehend im Sinne von Leibniz' Monadenprinzip erfolgender - individualisierender wie dynamisierender Rezeption Spinozas. Die cartesianische Tradition eines Maschinenmodells der Natur, wie sie Goethe zunächst in Holbachs ‘Système de la Nature’ (1770) entgegentritt, verwirft er dauerhaft; den Bewegungsimpuls der Naturerscheinungen, speziell in den Lebensformen, erblickt er in geistähnlichen Wirkkräften. Bei der gemeinsamen Erörterung mit Herder zum Konzept von dessen ‘Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit’ in den 1780er Jahren steht der Gedanke des Organischen, die Vorstellung von der individual-, besonders aber einer artengeschichtlichen Entwicklung der Lebewesen, im Mittelpunkt. Das Wort ‘organisch’ selbst findet sich bei Goethe jedoch in frühster Verwendung erst 1790 im Zshg von Notizen zur Anatomie (GWBN8,354 Morph Plp), nach weiterem gelegentlichen Gebrauch dann aber seit Ende der 90er Jahre mit wachsender Frequenz. Hierbei hatte zunächst die Lektüre der Kantschen ‘Kritik der Urteilskraft’ u später dann der Gedankenaustausch mit dem von der Idee des Naturhaft-Organischen ausgehenden jungen Schelling einen fördernden Einfluß ausgeübt. Daß bei Goethe um die Jahrhundertwende nicht nur ‘organisch’, sondern das gesamte entsprechende Begriffsfeld, zu dem ebenfalls ‘Organ’, ‘Organisation’, ‘organisieren’ u ‘Organismus’ gehören, zur festen wissenschaftlichen Terminologie wird, geht aber wesentlich auch auf eine einzelwissenschaftliche Entwicklung, nämlich die raschen Fortschritte der Biologie u die damit verbundenen sprachlichen Prozesse zurück.1) An Goethes naturtheoretischem Gebrauch von ‘organisch’ wie auch der verwandten Ausdrücke werden öfter wesentliche, den begrifflichen Gehalt der Wörter konturierende Aspekte deutlich: die Unerschöpflichkeit des sich nicht quantifizierend-mathematischen Methoden, sondern gestalthafter (‘morphologischer’) Betrachtung zunehmend erschließenden organischen Ganzen, die universelle Wechselwirkung, der zweckmäßige Zusammenhang seiner Konstituenten, auch dessen (sukzessive, partiell antiteleologisch gedachte) individuelle od naturgeschichtliche Entstehung durch Modifikation von bestimmten typologischen Elementarformen ua (s insbes Pkt 1b, auch s v Organ 2, s v Organisation 1a u 2a,b, s v organisieren a sowie s v Organismus passim)2). - Daß das Organische auch künstlerische Werke wesenhaft kennzeichne, ist eine im allgemeinen bereits im Sturm u Drang bestehende Position Goethes, die dann im Übergang zur klassischen Periode - in gedanklichem Austausch mit Moritz u Schiller - noch erheblich reflektiert, vertieft u auch modifiziert wird. Goethes Kunstverständnis markiert insofern einen Wechsel vom wirkungsästhetischen Ansatz in der Aufklärungszeit zum vornehmlich werkästhetischen Konzept. Mit dem Gedanken des organischen Kunstwerks verbinden sich für ihn die Vorstellungen des In-sich-Stimmigen, des Eigenständigen, -wirksamen, des Ästhetisch-Abgerundeten, -Geschlossenen, wobei er ihn, besonders in der Dichtung späterer Zeit, auch mit der Idee des teilweise Offenen, des Fragmentarischen zu verbinden sucht (s Pkt 3aα, auch s v Organisation 1c u 2d sowie s v organisieren b). 1 ein einzelnes Organ od einen gesamten (lebendigen) Organismus betreffend, darüber verfügend, ihm angehörend, auch: in ihm wirkend; in Berührung mit Bed 2 a in metasprachl Gebrauch Schon lange sagt man o., Organism, Organisation, Organismus ganz richtig..Von o. kann der Gegensatz nur unorganisch heißen, oder..griechisch..anorganisch (ἀνόργανος) GWB40,334,1u5 Notiz inJALZ b mBez auf Mensch, Tier od Pflanze; bes in Fügungen wie ‘o-es Wesen, Geschöpf’, ‘o-er Körper’, dabei öfter in allg Betrachtung hinsichtlich gedanklicher Unerschöpflichkeit, von Strukturbeziehungen, Individual- u Artenentwicklung die höchste und zugleich schönste o-e Kraftäußerung, welche Gott und der Natur hervorzubringen möglich war, die menschliche Singstimme GWBB48,105,9 Zelter 1.2.31 Ein o-es Wesen ist so vielseitig an seinem Aeussern, in seinem Innern so mannichfaltig und unerschöpflich, daß man nicht genug Standpunkte wählen kann es zu beschauen, nicht genug Organe an sich selbst ausbilden kann, um es zu zergliedern, ohne es zu tödten GWBN(GOETHE14/15,143) Schönheit organNaturen bloß allein durch den Begriff, daß in einem o-en Körper alle Theile auf Einen Theil hinwirken und jeder auf alle wieder seinen Einfluß ausübe, können wir nach und nach die Lücken der Physiologie auszufüllen hoffen GWBN8,66,20 Vortr VglAnatomie 1 getraue ich mir zu behaupten, daß wenn ein o-es Wesen in die Erscheinung hervortritt, Einheit und Freiheit des [von Blumenbach angenommenen] Bildungstriebes ohne den Begriff der Metamorphose nicht zu fassen sei GWBN7,73,11 Bildungstrieb [mBez auf Goethes Entdeckung des Zwischenkieferknochens beim Menschen] ich war völlig überzeugt, ein allgemeiner, durch Metamorphose sich erhebender Typus gehe durch die sämmtlichen o-en Geschöpfe durch..müsse auch noch da anerkannt werden, wenn er sich auf der höchsten Stufe der Menschheit in's Verborgene bescheiden zurückzieht GWB35,16,14 TuJ 1790 Ramdohr „von den Verdauungswerkzeugen der Insecten” bestätigte unsere Denkweise über die allmähliche Steigerung o-er Wesen GWB36,77,15 TuJ 1812 N8,66,24 u 71,4 Vortr VglAnatomie 1u2 N13,516,12 Met Plp Gespr(He2,165) Riemer 2.12.06 [Zit s v Organisation 2b] GWBGespr(He32,611) Kanzl Müller (7.?)5.30 [Zit s v Organisation 2aβ] GWBN6,20,19 MorphH Inhalt ‘o-es Ganzes’, ‘o-e Einheit’, auch ‘o-e Vollkommenheit’; überwiegend in allg Aussage Ich kann..wohl die einzelnen Teile einer stückweise gemachten Maschine zusammensetzen und bei einem solchen Gegenstand von Komposition reden, aber nicht, wenn ich die einzelnen lebendig sich bildenden und von einer gemeinsamen Seele durchdrungenen Teile eines o-en Ganzen im Sinne habe GWBGespr(FfA II 12,736,13) Eckermann 20.6.31 eben dadurch wird die Harmonie des o-en Ganzen möglich, daß es aus identischen Theilen besteht, die sich in sehr zarten Abweichungen modificiren GWBN8,87,26 Vortr VglAnatomie 3 Der Mensch, bei seiner hohen o-en Vollkommenheit, darf, eben dieser Vollkommenheit wegen, nicht als Maßstab der unvollkommenen Thiere aufgestellt werden GWBN8,10,26 VglAnatomie 2 N6,305,28 PhysiolPfl 47,159,25 Samml 5 auch ‘o-e Bewegung’, ‘o-es Wachstum’ sowie ‘o-e Verwandlung, Metamorphose’, des weiteren ‘o-e Tätigkeit, Operation’, ‘o-es Manöver, Verfahren’ Alle o-e Bewegungen manifestiren sich durch Diastolen und Systolen GWBN11,290,15 Tonlehre Schema [1810] die zu Balgen veränderten Luftgefäße welche ich auch schon bei Maikäfern bemerkte scheinen eine der Hauptveränderungen der o-en Verwandlung bei den Insecten zu sein GWBN6,405,27 MetamIns Gegen Mittag Schelling über o-e Metamorphose GWBT2,223,16 v 16.11.98 bei den vollkommnern [Pflanzen]..progressive Ausbildung und Umbildung des Grundorgans in immer vollkommnere..Organe, um zuletzt den höchsten Punct o-er Thätigkeit hervorzubringen [ die Fortpflanzung] GWBN6,305,24 PhysiolPfl [Verwandlung der Wolfsmilchraupe zum Schmetterling] Durch ein bewundernswürdiges o-es Manöver werden die Rüsseltheile, die künftigen Hörner und die Flügel herabwärts über den Körper hergestreckt und bedecken die neuen Füße, die wie längliche Warzen an der Brust hängen GWBN6,424,6 MetamIns N13,55,24 Morph Plp 47,3,25 PropylEinl InhVerz [Zit s v organisieren b] GWB35,202,4 TuJ 1805 uö(selten) ‘o-e Farben’ iSv organischen Körpern zukommende, gemäße Farbgebung GWBT6,170,21 v 11.2.18 adv; ‘o. verbunden’ iSv mit einem anderen, benachbarten Körperteil eine physiologische Einheit bildend; auch in vergleichender Vorstellung da auf diese Weise [durch Einwärtsdrehung des Vorderarms bei bestimmten Tieren] der Radius mit dem Daumen, welchem er o. verbunden ist, nach innen gekehrt wird GWBN7,202,21 PrincPhilZool II Die innige Verbindung dieser Mischungen [von Gelb, Blau u Rot] geschieht..durch Säfte, welche das Staubartige zusammenhalten, und das Unorganische gleichsam o. verbinden; dergleichen sind die Öle, Harze u.s.w. GWBN1,224,8 FlD 555 uö(selten) in den Fügungen ‘etw o. verändern, kohobieren’ iSv durch einen für bestimmte Organismen charakteristischen physiologischen Vorgang Diesen [‘Saft’] in sich o. cohobirend, eignet er [der noch nicht vollendete Schmetterling] sich davon das Köstlichste zu, indem das Unbedeutendere nach Beschaffenheit äußerlicher Temperatur verdunstet GWBN6,204,3 VerstäubgVerdunstgVertropfg N6,424 MetamIns im Vergl od Bild; einmal scherzh ‘o-es Kindlein’ für die von Goethe geplante Herausgabe seiner morphol Schriften (in Berührung mit Pkt 3aα) Seneca naturalium Quaestionum..Thales wird gescholten, der behauptet die Erde schwimme auf dem Wasser wie ein Schiff. Die Erde sey vielmehr einem o-en Körper gleich, in dem das Wasser Blut und Säfte vorstellt GWBLA II 6,26,35 M23 FlH Plp B19,443,1 Eichstätt 31.10.07 uö(selten) c ‘o-er Magnetismus’ für die auf den dt Arzt FAMesmer (1734-1815) zurückgehende Bezeichnung einer (angenommenen) spezifischen magnetischen Kraft des menschlichen u tierischen Körpers Übergang zum o-en Magnetismus. Zu einem Begriff desselben können wir..am besten gelangen, wenn wir uns vorstellen, daß Erregendes und Erregtes sich verwechseln lassen. Die entstehenden Wirkungen können also folgendermaßen gedacht werden: 1. Leblos auf Lebloses, 2. Leblos auf Lebendiges, 3. Lebendes auf Lebendes, 4. Lebendes auf Lebloses.. GWBN11,206,24 Galvanism 7,128,4 DivNot 2 erweitert: iSv der lebendigen Natur angehörig, belebt der Affenbrotbaum..der wahrscheinlich das größte und älteste o-e Denkmal auf unserm Planeten ist GWBN7,96,4 Rez:AHumboldt [AHumboldt] Er [RBacon] gebraucht..sein Organ [die Mathematik], um..die Natur zu betasten..In den höheren Fällen und nun gar im O-en und Moralischen bleibt sie ein bloßes Symbol GWBN3,152,4 FlH III Die über o-e Natur, deren Bilden und Umbilden mir gleichsam eingeimpften Ideen erlaubten keinen Stillstand, und indem mir Nachdenkendem eine Folge nach der andern sich entwickelte, so bedurfte ich..täglich und stündlich irgend einer Art von Mittheilung GWB32,92,24 ItR 45,259,28 Diderot,Malerei 3 übertr a eine (innere) Einheit bildend, sich harmonisch zum Ganzen fügend α von einem literar Erzeugnis; einmal ‘o-e Operationen’ für die Schaffung eines in sich abgestimmten Werkes Ich ließ vom zweyten Gesange [der Prosa-Übs der ‘Ilias’ von JStZauper] eine Abschrift nehmen, um ihn neben mich hinzulegen und von Zeit zu Zeit..einiges umzuändern; daraus entwickelt sich am leichtesten, was man meynt, da es als Maxime oder Lehrbegriff sich nicht wohl mittheilen läßt, weil das Urbild o. verschlungen und lebendig ist, die Nachbildung aber auch so werden soll GWBB37,159,27 Zauper 6.8.23 Ein Drama steht als eine συλληψις da. Es ist ein Ganzes, aber im Umriß, und man dürfte vom ersten und einzigen nicht behaupten, daß es bis in die Fingerspitzen ein o-es Detail hätte GWBGespr(He31,118) Riemer [20.5.19?] [zu Ludens Feststellung, daß bei einer Fortsetzung des ‘Faust’ kein Bruchstück des vorgelegten ersten Teiles verlorengehen dürfe] Wie könnten aber diese Bruchstücke in einem Ganzen verloren gehen, aus welchem sie herausgenommen sind? Sie werden in demselben als o-e Teile erscheinen und erst ihre wahre Bedeutung erhalten GWBGespr(He2,107) Luden 19.8.06 B19,57,16 FAWolf [1.9.?05] B17,196,13 Eichstädt 15.9.04 uö(selten) im Vergl; ‘o-es Fragment’ iSv auf ein intendiertes Ganzes hindeutendes bruchstückhaftes (literar) Produkt die Darstellung der entoptischen Farben, wie sie nun abgeschlossen vor mir liegt, giebt unserm Wesen einen ganz neuen Halt; ich..gedenke, zwar kein explicites, aber ein implicites Ganze zusammenzustellen; was man in unserer ästhetischen Literatur vor einigen Jahren ein o-es Fragment nannte3) GWBB33,174,21 Schultz 27.8.20 β von einer bildkünstlerischen Darstellung die Farbe blieb [bei dem Newtonschen Farbspektrum verpflichteten Malern] auf dem Gemählde wie auf der Palette nur Stoff, Materie, Element und ward nicht durch eine wahre genialische Behandlung in ein harmonisches Ganzes o. verwebt GWB45,307,26 Diderot,Malerei uö(selten)bezogen auf die symmetrischen Spiegelbilder in einem Kaleidoskop auch iSv ästhetisch Den seltsam betitelten Tubus [Kaleidoskop] habe ich..mit Bewunderung gesehen, ich möchte über das Wie nicht gar zu bald aufgeklärt werden. Berechnung und Bewegung in so mancherley Bezügen bringen etwas hervor, das ganz nahezu den Schein einer o-en Production hat GWBB29,192,8 Voigt 5.6.18 γ von der Sprache allgemein Der Conflict zwischen den Anatoliern und Ökumeniern war damals lebhafter als jetzt; man fing an sich zu überzeugen, daß das Menschengeschlecht überall unter gewissen Naturbedingungen habe entstehen können, und daß jede so entstehende Menschenrace sich ihre Sprache nach o-en Gesetzen habe erfinden müssen GWB35,188,7 TuJ 1804 δ von einer Maschine; insbes im Hinblick auf die Beziehung von Mechanik u menschlichem Geist Man erinnere sich..was seit Boulton und Watt von Kräften entdeckt und angewendet worden..zuletzt werden..alle diese Maschinen nur o. durch den praktischen Menschengeist GWBB43,187,22 Sternberg 27.11.27 wurden wir [im Saargebiet] mit..einem complicirten Maschinenwerke bekannt..einem Drahtzug..man [kann] diesen nicht genug bewundern, indem er in einem höheren o-en Sinne wirkt, von dem Verstand und Bewußtsein kaum zu trennen sind GWB27,331,9 DuW 10 ε von zwei (sehr unterschiedlichen) lokalen Phänomenen [mBez auf den Kölner Dom u den Kölner Karneval] Warum man..von beiden zugleich reden darf, ist, daß jedes..sich in seinem Charakter o. abschließt, ungeheuer und winzig GWB492,187,16 Karneval iKöln b iSv mit innerer gedanklicher Konsequenz, Logik wir glauben überzeugt zu sein, daß wir auf demselben Wege [wie Platon] bis zu den letzten Verzweigungen der [Natur-]Erkenntniß o. gelangen und von diesem Grund aus die Gipfel eines jeden Wissens uns nach und nach aufbauen..können GWBN11,151,17 MuR(665) organisch-chemisch im Anschluß an ‘organisch’ Bed 1 Es interessirt mich höchlich, inwiefern es möglich sey, der organisch-chemischen Operation des Lebens beyzukommen, durch welche die Metamorphose der Pflanzen nach einem und demselben Gesetz auf die mannichfaltigste Weise bewirkt wird GWBB49,209,9 Wackenroder 21.1.32 Organisch-Gebackene neutr in scherzh Zshg für aus tierischen Bestandteilen im Backofen bereitete Gerichte [betr wohl launige Äußerungen Knebels über bestimmte Speisen] Natürliches System des Organisch-Gebacknen nach Knebel.|Leber ist nicht werth des Schmalzes,|Häring hat zu viel des Salzes,|Frösche sind zum Frühlingsfeste,|Fische dennoch sind die beste.|Und mit diesen lass' im Stiche|Niemals uns des Freundes Küche! GWB51,180 Versus memoriales natürlSysteme Zwischentitel Organisch-Lebendige neutr im Anschluß an ‘organisch’ Bed 1 Vom organisch Lebendigen [Aus dem Thierreiche GWB36,110,17] bemerke ich die bedeutende Erscheinung, daß uns Professor Configliachi einen lebendigen Proteus [Proteus anguinus: europäischer Grottenolm] zu unserer Verwunderung vorzeigte GWB36,413 TuJ 1816 Var GWBan- chemisch(chemisch-o.) geistig(geistig-o.) GWBun- Syn zu 1 körperlich natürlich zu 2 lebendig 1) S hierzu GToepfer, Historisches Wb der Biologie (2011) s v Organ (2,746-753; dort auch zu „organisch”), s v Organisation (2,754-776, bes 755-763) und s v Organismus (2,777-842, vor allem 783-797). Vgl insbes auch HistWbPhilos unter den entspr Stichwörtern.2) s hierzu DKuhn, Versuch über Modelle der Natur in der Goethezeit. In: Dies, Typus u Metamorphose. Goethe-Studien (1988),159-1763) zur Quelle (HvKleist) s ‘Fragment’ Anm 2 Michael SchilarM.S.
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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Orgānisch

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Orgānisch , adj. et adv. aus dem Latein. und Griech. organicus, mit Organen, d. i. Werkzeugen der Empfindung, und in wei…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    organisch

    Goethe-Wörterbuch

    organisch mehrf Großschr; öfter subst; wiederholt in Hypallage. Von annähernd 450 erfaßten Belegen etwa 270 im naturwiss…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Organisch

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Organisch , entweder: in der Natur nur in Organismen vorkommendes (organische Stoffe, organische Verbindungen); oder: vo…

  4. Spezial
    organisch

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    or|ga|nisch I adj. 1 ‹med, biol› (ein Organ betreffend) organich (-cs, -ca) 2 (die belebte Natur betreffend) organich (-…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit organisch

10 Bildungen · 9 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von organisch

organ + -isch

organisch leitet sich vom Lemma organ ab mit Suffix -isch.

organisch‑ als Erstglied (9 von 9)

Organische Artikel

Meyers

organisch·e·artikel

Organische Artikel ( Articles organiques ) heißen die Artikel staatskirchlichen Inhalts, die gleichzeitig mit dem am 15. Juli 1801 zwischen …

Organische Farbstoffe

Meyers

Organische Farbstoffe , die in Pflanzen und Tieren vorkommenden oder die aus andern in Pflanzen und Tieren vorkommenden chemischen Verbindun…

Organisches Reglement

Meyers

organisch·es·reglement

Organisches Reglement ( Règlement organique de la Principauté de Moldavie ), Name des für die Moldau durch Rußland (bez. durch einen Ausschu…

Ableitungen von organisch (1 von 1)

unorganisch

DWB

unorganisch , adj. adv. , gth. von organisch. vgl. anorganisch Göthe 40, 334 W.: unorganische materie Nicolai litbriefe 1, 163 , körper Göth…