lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Opitz

GWB bis Lex. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Herder
Anchors
3 in 3 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
7
Verweise raus
3

Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Opitz

Bd. 4, Sp. 403
Opitz, Martin, später von Boberfeld, das Haupt der ersten schlesischen Dichterschule und „der Gekrönte” der fruchtbringenden Gesellschaft, geb. 1597 zu Bunzlau in Schlesien, gest. 1639 zu Danzig an der Pest, nachdem er nach einem wechselreichen Leben 1636 Secretär und Historiograph des Königs von Polen geworden war. Am meisten Verdienst erwarb O. durch sein Buch „Von der deutschen Poeterei” (1624, 10. Aufl. 1668); er brachte dadurch eine regelrechte Metrik in die deutsche Dichtkunst und zeigte, daß diese die Längen und Kürzen der Silbenmessung der alten Sprachen durch den Wechsel von Hebung und Senkung ersetzen müsse; übrigens ersetzte er selber die veralteten Reimpaare durch den ermüdenden Alexandriner keineswegs genügend. Von eigentlichem Dichtergenius ist wenig an O. zu entdecken; moralische Wirksamkeit war ihm die Hauptsache beim Dichter, allein dadurch hob er die Würde der Poesie; Gelahrtheit schien ihm unerläßlich, dabei drang er aber auch auf Benützung der Alten; er dichtete in einer mehr als verzierten Sprache und liebte neben den Lehrgedichten besonders das Gelegenheitsgedicht, allein seine Lieder waren verhältnißmäßig formell trefflich, mitunter sogar artigen Inhaltes; daß er endlich die Franzosen, Holländer, Italiener durch Nachahmung und Uebersetzung bekannter machte, gereicht ihm um so weniger zum Vorwurf, weil er keineswegs ohne patriotisches Gefühl war. Sein bestes Gedicht sind die „Trostgründe bei den Widerwärtigkeiten des Kriegs” (1621, erschienen 1633). Außerdem andere Lehrgedichte, Schäfereien, geistliche Lieder, Uebersetzung der Psalmen, der Antigone des Sophokles, der Trojanerinen des Seneca, der Daphne (der ersten italienischen Oper), Ausgabe des jetzt verlorenen Annoliedes (vgl. Anno St.) etc. Gesammtausgaben Breslau 1690, von Bodmer u. Breitinger 1745.
1808 Zeichen · 15 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Opitz

    Goethe-Wörterbuch

    Opitz appellativisch für einen Maler von der Qualität des GEOpitz B33,225,15 CarlAug 15.9.20 K Juliane Brandsch J.B.

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Opitz

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Opitz , Martin, später von Boberfeld , das Haupt der ersten schlesischen Dichterschule und „der Gekrönte” der fruchtbrin…

Verweisungsnetz

11 Knoten, 8 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 1 Kompositum 8 Sackgasse 2

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit opitz

3 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

opitz‑ als Erstglied (3 von 3)

Opitz, Joh. Ferd

DWBQVZ

--- der feinere pfif s. Goué, Aug. Siegfr. v. ruf. ---

Opitz, Martin

DWBQVZ

opitz·martin

Opitz, Martin *1597 Bunzlau †1639 Danzig. nach QV I sind einzelne gedichte, vor allem Zlatna und lob des krieges gottes, auch nach versen zi…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „opitz". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/opitz/herder
MLA
Cotta, Marcel. „opitz". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/opitz/herder. Abgerufen 18. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „opitz". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/opitz/herder.
BibTeX
@misc{lautwandel_opitz_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„opitz"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/opitz/herder},
  urldate      = {2026-05-18},
}