Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
ölgötze m.
ölgötze , m. ein mit öl gesalbtes oder mit ölfarben angestrichenes götzenbild. vor dem 16. jahrh. nicht nachweisbar und in der reformationszeit als spottwort gegen die holzbilder der katholiken ( Zwingli 2, 52 ), auch gegen die anbeter derselben, sowie gegen die mit dem heiligen öl geweihten katholischen priester gebraucht. vgl. myth. 4 12 anm. und nachtr. 9. 1 1) der mönch Joh. Lindner nennt in seinem ums j. 1530 verfaszten onomaticum den Crodo ( myth. 4 171. 205. 640 und nachtr. 74) einen ölgötzen: Crodo, ein ölgöcz, stunt auf der Hartesburck auf einer sewlen barfus, einen perck undern fusse…