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Nissel

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Nissel

Bd. 14, Sp. 712
Nissel, 1) Karl, Dichter, geb. 25. Nov. 1817 zu Neumarkt in Schlesien, gest. 6. April 1900 in Liegnitz, wo er als freier Schriftsteller gelebt hatte. Er machte sich besonders durch eine Anzahl Trauerspiele bekannt, von denen wir nennen: »Die Söhne des Kaisers« (1859), »Ulrich von Hutten« (Leipz. 1861; wiederholt ausgeführt, dann als tendenziös beanstandet, aber 1883 zur Lutherfeier in Liegnitz neu gegeben), »Riego« (1874), »Die Florentiner« (1878, in Reclams Universal-Bibliothek), »Um die deutsche Krone« (1889), das Schauspiel »Um hohen Preis« (1887), »Am Roggenhause«, historisches Drama, u. a. Auch verfaßte N. mehrere Lustspiele: »Hohenzoller und Piast« (1873), »Dame Luzifer« (1875), »Schöner Wahn« (1876) sowie Gedichte: »Aus Zeit und Leben« (1880) und »Vom Wegesrande« (Liegn. 1894). 2) Franz, dramat. Dichter, geb. 14. März 1831 in Wien, gest. 20. Juli 1893 in Gleichenberg, Sohn eines Schauspielers, absolvierte das Gymnasium zu den Schotten in Wien, sah sich dann aber infolge von Kränklichkeit fast ganz auf Selbstbildung angewiesen und widmete sich der dramatischen Produktion. Nach einem mehrjährigen Aufenthalt in St. Georgen bei Wilden in Steiermark lebte er, immer körperlich leidend, in Wien. Mit dem Schauspiel »Ein Wohltäter« (1854) errang er am Hofburgtheater den ersten Erfolg; auch die durch energische dramatische Diktion ausgezeichneten Stücke: »Heinrich der Löwe« (1858) und »Perseus von Makedonien« fanden gute Ausnahme. Außerdem sind zu nennen die Trauerspiele: »Die Jakobiten« (1860) und »Dido« (1863), in dem der Hauptcharakter groß angelegt und lebendig ausgeführt ist; das Volksdrama »Die Zauberin am Stein« (Wien 1863, 2. Aufl. 1887), das sich von allen seinen Dramen allein auf der Bühne erhalten hat, die Tragödie »Agnes von Meran« (das. 1877), die ihm 1878 den Schillerpreis eintrug, und das Lustspiel »Ein Nachtlager Corvins« (1889), das nach Nissels Tode zur Ausführung kam. Seine Stücke erschienen als »Ausgewählte dramatische Werke« in drei Teilen (Stuttg. 1892–96). Bei viel eigentlich theatralischer Begabung fehlte es N. doch an ausreichender Gestaltungskraft, um mit den historischen Tragödien hohen Stils, die er schrieb, dauernd die Bühne zu behaupten. Nach seinem Tod erschien, herausgegeben von seiner Schwester: »Mein Leben. Selbstbiographie, Tagebuchblätter und Briefe« (Stuttg. 1894).
2342 Zeichen · 32 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    nissel

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    nissel , s. niesel.

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Nissel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Nissel , 1) Karl , Dichter, geb. 25. Nov. 1817 zu Neumarkt in Schlesien, gest. 6. April 1900 in Liegnitz, wo er als frei…

  3. modern
    Dialekt
    Nissel

    Rheinisches Wb.

    Nissel,

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit nissel

8 Bildungen · 7 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von nissel

nis + -sel

nissel leitet sich vom Lemma nis ab mit Suffix -sel.

nissel‑ als Erstglied (7 von 7)

nisseler

DWB

nisse·ler

nisseler , m. einer der nisselt Denzler 213 b . Stalder 2, 239 . Tobler 334 a : dasz er nicht ein niszler oder geitzhals seie, non turpis lu…

nisselig

DWB

nis·selig

nisselig , adj. filzig, knauserig. Stalder 2, 239 . vergl. nisserig, nissig.

nisseln I

RhWB

nisseln I -ī- glatteisen s. eiseln bei Eis.

nisseln II

RhWB

nisseln II -es- OMosfrk in Koch-Stdt , Kobl-Winning schw.: absol. bezweifeln.

nisseln III

RhWB

nisseln III -es- Mörs schw.: etwas herutn. aus dem Versteck herausarbeiten; einen h., unsanft herausbefördern. S. nesteln.

Nisselter

LothWB

niss·elter

Nisselter [nisəldər Ri. Hom. Rom. Ha. ] m. 1. Acker- od. Feldsalat (Valeriana locusta olitoria). s. a. Genesselter. baier. 1, 1761 Nisselsal…

Ableitungen von nissel (1 von 1)

genissel

DWB

genissel , n. gewürm, s. genüssel , für genist, s. d.