Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
naffezzunga
4 Hss., 10. Jh. bis 3. Viertel des 11. Jh.s, alle
bair.); 4,199,37 (1. Drittel des 11. Jh.s, mfrk.):
‚Schläfrigkeit, Schlummer; coniventia, dor-
mitatio‘ (mhd. nafzunge st.f. ‚Schlummer‘, ält.
nhd. napfezung, nafzung f. ‚das Einnicken,
Schlummern‘ [Dt. Wb. 13, 350], nhd. mdartl.
schwäb. †naffzung f. ‚Schlummer‘ [Fischer,
Schwäb. Wb. 4, 1924]; vgl. ae. hnappung, hnæp-
pung f. ‚das Schlummern, Dösen, Schläfrig-
keit‘). Verbalabstraktum mit dem Fortsetzer
des Suffixes urgerm. *-unǥō-. S. naffezzen,
-unga. – Ahd. Wb. 6, 980; Splett, Ahd. Wb. 1,
658; Köbler, Wb. d. ahd. Spr. 809; Schützeichel⁷
232; Starck-Wells 429; Schützeichel, Glossen-
wortschatz 7, 9.