Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
naffezzen
fang des 9. Jh.s in Gl., im T, in Nps: ‚schläfrig
werden, dösen, einschlafen, schlafen, schlum-
mern; conivēre, dormire, dormitare‘, substan-
tiviert ‚Schläfrigkeit; dormitatio‘ <〈Var.: hn-;
-ez-, -azz-, -iz-, -ic->〉. In hnaffezen in Gl. 2,223,
49 (noch vor Mitte des 9. Jh.s, bair.) ist anl.
hn- bewahrt (vgl. Braune-Reiffenstein 2004:
§ 153 Anm. 1). – Mhd. nafzen, naffatzen sw.v.
‚schlummern‘, frühnhd. nafzen sw.v. ‚ein we-
nig schlummern‘, nhd. mdartl. schweiz. napfzen
sw.v. ‚einschlummern, schläfrig tun‘, schwäb.
naffzen sw.v. ‚schlafen, schlummern, schnar-
chen, stöhnen, ächzen‘, vorarlb. näpfen sw.v.
‚einschlafen, schlummern‘, bair. naffezen sw.v.
‚einschlummern‘, kärnt. nàpf‧n sw.v. ‚einni-
cken, schlummern‘, tirol. napfezen ‚dss.‘, kon-
trahiert thür. nätzen ‚leicht schlummern, du-
seln‘; vgl. bad. nappen sw.v. ‚einnicken, ein-
schlafen‘, siebenbürg.-sächs. nap(s)en sw.v.
‚ein Nickerchen machen‘, rhein. nuppen sw.v.
‚sitzend einschlummern‘, nuppsen sw.v. ‚ni-
ckend schlummern‘, osächs. nappen, nuppen
sw.v. ‚nicken‘.