Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
mutterwitz
mutterwitz , m. natürlicher, von der mutter her angeborener witz. das wort, in dem der zweite theil noch in der bedeutung der urtheilskraft und schnellen fassungsgabe auftritt, ist erst seit dem 18. jahrh. nachzuweisen und vor Adelung in den wörterbüchern nicht aufgeführt: urtheilskraft ist das specifische des sogenannten mutterwitzes, dessen mangel keine schule ersetzen kann. Kant 2, 155 ; die allgemeinen und angebornen regeln des verstandes (deren besitz mutterwitz genannt wird). 10, 136; bot ich allen meinen mutterwitz auf, dem alten Sadik meinen antrag annehmlich zu machen. Wieland 8, 404 …