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muoding

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EWA
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

muoding

muodîAWB f. īn-St., seit dem Ende des
10. Jh.s in Gl.: ‚Erschöpfung, Entkräftung; se-
nium‘ (mhd. müede, muode st.f. ‚Müdig-
keit‘, âne müede ‚unverdrossen‘, frühnhd.
müde f. ‚Erschöpfung, Ermattung, Entkräf-
tung‘, nhd. mdartl. schweiz. müedi f. ‚Mü-
digkeit‘ [Schweiz. Id. 4, 92], bad., schwäb. mü-
de f. ‚dss.‘ [Ochs, Bad. Wb. 3, 679; Fischer,
Schwäb. Wb. 4, 1781; 6, 2 Nachtr. 2607], vor-
arlb. müde f. ‚Müdigkeit, Schwäche, Schwä-
cheanfall‘ [Jutz, Vorarlberg. Wb. 2, 456 f.],
bair. müedé, müeden f. ‚Müdigkeit‘ [Schmel-
ler, Bayer. Wb.² 1, 1572], tirol. müeden f. ‚dss.‘
[Schöpf, Tirol. Id. 446; Schatz, Wb. d. tirol.
Mdaa. 2, 434], rhein. müde f. ‚dss.‘ [Müller,
Rhein. Wb. 5, 1348
], pfälz. †müde f. ‚Ermü-
dung‘ [Christmann, Pfälz. Wb. 4, 1446]; mndl.
moede, muede f. ‚Müdigkeit, Ermüdung‘; aisl.
mœði f. ‚Müdigkeit‘; vgl. mndd. mȫden n.
‚Ermüdung, Schwäche‘). Deadj. Abstraktbil-
dung. S. muodi. – muodichilaAWB f. ō(n)-St., nur
Gl. 2,237,50 (Hs. 9./10. Jh., Zeit des Gl.ein-
trags unbekannt, alem.): ‚arme, elende Frau;
paupercula‘. Die Basis der Diminutivbildung
mit l-Suffix ist nicht belegtes *muodicha,
das mit dem Fortsetzer des Suffixes urgerm.
*-ikō(n)- zur Bezeichnung weiblicher Perso-
nen, häufig auch diminuierend, abgeleitet
wurde. Es handelt sich dabei um eine ge-
fühlsbetonte (Mitleid ausdrückende) Bildung
(vgl. Kluge 1926: § 45; F. Mezger, ZVSp 72
[1955], 101 f.; Krahe-Meid 1969: 3, §§ 87
[S. 87]. 153, 2). Die Wortbildung des ahd.
Wortes lehnt sich an das lat. Lemma pau-
percula f. ‚eine arme Frau, eine Arme‘ an,
das gleichfalls eine Diminutivbildung zu lat.
pauper m., -a f. ‚arm‘ ist (vgl. Georges 1913:
2, 1518). S. muodi. – muodingAWB m. a-St., NBo
und Nps: ‚armer, elender Mensch; miser .i.
insipiens‘ (mhd. müedinc st.m. ‚unglückli-
cher, elender Mensch, böser Mensch, Schur-
ke, Schuft‘, frühnhd. müding m. ‚armseliger
Mensch‘, nhd. mdartl. schweiz. müedi[n]g m.
‚alter, durch Kummer und Arbeit entkräfte-
ter Mensch‘ [Schweiz. Id. 4, 92]; mndd. mȫ-
dinc m. ‚Nichtsnutz, schlechter Kerl, Böse-
wicht‘; vgl. ält. nhd. müdling m. ‚müder, ge-
drückter Mensch‘ [z. B. bei Pestalozzi; vgl.
Dt. Wb. 12, 2622], nhd. mdartl. schwäb. müd-
ling m. ‚träger, rasch ermüdender Mensch‘
[Fischer, Schwäb. Wb. 4, 1781]). Deadj. Per-
sonenbezeichnung mit dem Fortsetzer des Suf-
fixes urgerm. *-inǥa-. S. muodi, -ing. – Ahd.
Wb. 6, 852 f.
; Splett, Ahd. Wb. 1, 638; Köb-
ler, Wb. d. ahd. Spr. 801; Schützeichel⁷ 229;
Starck-Wells 424; Schützeichel, Glossenwort-
schatz 6, 458.
2588 Zeichen · 140 Sätze

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    muodingst. m.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    muoding st. m. , mhd. müedinc, nhd. dial. schweiz. müedi(n)g Schweiz. Id. 4,92 ; mnd. mdinc. — Graff II,603. muod-inch:…

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