Hauptquelle · Althochdeutsches Wörterbuch
munera
Gl 3,509,18 (Mülinensche Rolle, 11./12. Jh.) zu: scapestan in einem alphabetischen Heilmittelglossar ist unklar. Nach Diefb., Nov. Gl. S. 329 ist scapestan vielleicht auf scaptensula, gr. Σκαπτησύλη, Name einer für ihre Silberminen bekannten Stadt in Thrakien, zurückzuführen, vgl. dazu noch scaptensulas argenti fudinas (sc. argentifodinas), CGL IV,167,46, u. Walde-Hofmann 2,489. Zum selben lat. Lemma ist mina Gl 3,491,11, siehe dort, zu vergleichen. Vielleicht ist munera eine Verschreibung, u. ein Ansatz miniera (st. sw.?) f. aus mlat. minera (Nebenform zu minarium) zu erwägen.