Eintrag · Althochdeutsches Wörterbuch
mina
Gl 3,491,11 (Wien 10, 12. Jh.) in der im Kontext eingetragenen Gl. diu mina zu: scapestan in einem alphabetischen Heilmittelglossar ist nach Steinm. z. St. unverständlich, vgl. auch Gl.-Wortsch. 12,69; nach Diefb., Nov. Gl. S. 329 ist scapestan vielleicht auf scap- []tensula, gr. Σκαπτησύλη, Name einer für ihre Silberminen bekannten Stadt in Thrakien, zurückzuführen, vgl. dazu noch scaptensulas argenti fudinas (sc. argentifodinas), CGL IV,167,46, u. Walde-Hofmann 2,489; sollte diu als Artikel aufzufassen sein (bei allerdings seltener Artikelsetzung, vgl. Gl 3,486,34. 488,4. 11 u. vielleicht 490,20, vgl. dazu Ahd. Wb. 3,964 s. v. flecko sw. m., 3), könnte ein Ansatz mina (st. sw.?) f. ‘Erz’ oder ‘Erzmine’ erwogen werden, vgl. mlat. mina, Niermeyer, Lex. 2,889 u. EWN 3,350 s. v. mijn; zum selben lat. Lemma vgl. munera Gl 3,509,18 (Mülinensche Rolle, Gll. 11./12. Jh.?).