Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
müsziggang m.
müsziggang , m. otium. neben der mhd. form müeʒecganc: du solt vliehen müeʒekeit: suoche der hende arbeit. verlâʒ machet die sêle kranc, unkunst ziuhet müeʒecganc. spiegel der tugend in den altd. blättern 1, 92, 104 , steht die vom subst. musze gebildete form muoʒganc, gang, verweilen in unbeschäftigtheit, die noch im 16. jahrh. vorkommt: musz oder muszgang oder mussigkeit, ocium. voc. inc. theut. o 3 a ; ocium, muszgang Dief. 392 c ; gewöhnlich in tadelndem sinne ( vgl. dazu unten müsziggänger): wer fressen, saufen, spielen, tanzen, muszgang, unkeuscheit treibt. Luther krit. gesamtausgabe 1, …