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Mucke IV

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Eintrag · Rheinisches Wb.

Mucke IV

Bd. 5, Sp. 1323
Mucke IV Verbr. nach Wk. V 27 Rhfrk in uNahe, Simm-Sargenr Schnellb, Goar, OMosfrk in Koch, Kobl, May, Daun-Darschd Demerath, Westerw, Siegld, Rip in Aden, Ahrw, Waldbr, Sieg-Fussh Ägid, Prüm-Mürlenb 1860; in May, Neuw vielfach Ferkelsmuck (Mischform aus Ferkelsau u. Muck); s. auch Moke, u. zwar muk; doch mukə OAltk; -o- Siegld; -o-, –u- Waldbr; Pl. -kə(n), Demin. kosend mukχə, –o- f.: 1.a. junges, unverschnittenes weibl. Schwein, Zuchtschwein (Ferkelm. Siegld.) (seltener Mutterschwein, das schon geworfen hat). Der Pitter, der P., der hat drei fette Säu, zwing Bäre (Eber), zw. B. on och en M. dobei, en dreckig Höttche (Hütte), en rut Kamesölche (Wams)! Altk-Willr. — b. muk Mutterschaf Erk. — 2. übertr. a. persönl. verächtl. α. schmutziges, unordentliches Weib Allg.; Meckelche Siegld-NWilden. — β. en faul M. träges W. May. — γ. ein dickes W. Kobl. — b. sachl. α. die hölzerne Kugel, ein Stein udgl., beim Sausp. (s. d.); einer der Spieler muss die M. höən (hüten), in einem Loch der Mitte des Spielfeldes mit einem Stecken verwehren; rings im Kreise stehen die andern Spieler an je einem Loche (eins weniger als die Zahl der Spieler) mit Stecken; jeder Spieler hält seinen Stecken an das Mittelloch mit der M. drin, dann umwandeln sie dreimal dies Loch, singend: rond eröm, de Brei eröm, we ke Loch hät, de es dra (M., bromm, br. Siegld); nun sucht jeder ein Loch zu besetzen; wer übrig bleibt (da ein Loch weniger vorhanden ist, als die Anzahl der Spieler beträgt), muss die M. hüən (dreiwen); er sucht sie zunächst aus dem Mittelloch herauszustossen oder später in es zu treiben, während die andern sie fortzuschlagen suchen, dabei rufend: M. op, Fluck get net, bos se op dem Kreiz stell leit (liegt); der Hüter (Säuhirt) versucht dies zu hindern oder seinen Stecken auf den Kerf dessen zu setzen, der, sein Loch verlassen habend, die M. schlagen will; gelingt ihm dies, so muss der Besitzer des Loches Hüter sein; ist die M. in einem Loch, so werden rasch die Löcher gewechselt, u. wer übrig bleibt, muss die M. dreiwen; geht die M. weithin durch einen Schlag verloren, so legen alle ihre Stecken auf ihre Löcher u. rufen: Loch zogedot, für de M. süke ze gohn! Allg. (heute veralt., da das Spiel als sehr gefährlich verboten ist); man nennt das Spiel Muckespill, M. schloh (hauen, dreiwen), Allg.; Muckchesspill Kobl-Bassenh; Mockes sein (doh) OAltk, Siegld; mocke breh ‘brühen’ Eiserf Dahlbr. — β. schwere Kelterschraube, oberer Verschluss, der Eisenteil, der an der Schraubenmutter sitzt Koch, Kobl, Ahrw-Hepping. — γ. schlecht gearbeitete Niete, bei der der Nietenkopf nicht dicht auf der Kesselwand aufsitzt Siegld-Netphen. — δ. scherzh. mukə Ziehharmonika Wippf-Schmitzhöhe.
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    Mucke IV Verbr. nach Wk. V 27 Rhfrk in uNahe, Simm-Sargenr Schnellb , Goar , OMosfrk in Koch , Kobl , May , Daun-Darschd…

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Cotta, M. (2026). „muckeiv". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/muckeiv/rhwb?formid=M06978
MLA
Cotta, Marcel. „muckeiv". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/muckeiv/rhwb?formid=M06978. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „muckeiv". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/muckeiv/rhwb?formid=M06978.
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