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Mopp

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RhWB
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5 in 4 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Mopp

Bd. 5, Sp. 1280
Mopp -ǫ-, Pl. -- Verbr. ist das Wort, in der Bed. vielfach sich teilend, aber von der einen Grundbed. ‘dicker Gegenstand’ ausgehend, im Rip, Nfrk, in Abl. vereinzelt auch südl. davon; s. auch Mobbel, Mubbel, Muppel m.: 1. von lebenden Wesen. a. von Tieren. α. mǫp, Pl. -- u. daneben im selben Orte meist mp (mit deminut. Umlaut), Pl. -pə verächtl. verbasterter Hund, Köter Rip, Eup, Berg, SNfrk, Geld, Mörs; im Mosfrk mop Saarbg-OLeuken, Prüm-Ihren, Koch-Ellenz, Goar-NGondershsn; mobχən Wittl-Neuerbg (Mosfrk mehr Moppi, Mipp, Muppel, Muppəs-chen). RA.: Ech han Honger wie ene M. Eup-Raeren. Ek dau (drücke) dech, datste M. säst! Mörs. Du moss net eso suffe, sons hät dich derno der M. gebesse Düss-Stdt. We ke M. kan halen, de soll e Meppchen h. Prüm-Ihren. De es vom M. geflöpp (geschlagen) er ist verrückt Neuss, Aach-Eschw. — β. --, –ø-, Pl. -pən, Demin. mpskə ½—1jähriges Kalb, Rind, Rufn., Kosen. u. Appell. MGladb (u. nuts), Kemp, Geld, Mörs. Moəder, minne M., de weid (weidet) niet miəhr, sett hem en de Stall on schmit hem jet för! Geld-Wachtendonk. — b. von Menschen, verächtl. α. -ǫ- u. -- dicker, beleibter Mensch; mpχə, –kə Kosew. für molliges kleines Kind; e klein M., e lecker M. (auch für Mädchen) Verbr. wie M. 1 a α (aber nicht in den mosfrk. Orten). — β. --, Pl. -pə einer, der sich eingebildet benimmt Jül-Langw, Aach-Eschw; ein unangenehmer Mensch Aach-Warden; dummer M. Monsch-Witzerath, Neuss-Glehn; dummer, schwacher M. Heinsb-Millen. — γ. --, ene fiese M. durch entstellende Geschwüre oder Unsauberkeit abstossend wirkender, ekliger, unangenehmer M. Rip, SNfrk, Düss; fieser Mepp Kobl-Bendrf. — δ. --, scheəle M. Schielender Dür-Pier; sure M. finsterer, verschlossener Mensch Jül-Tetz, Aach-Alsd; fule M. Faulpelz Eup; fenge (feiner) M. feiner Kerl Aach-Steinfurt; vertarde M. verschnuppter Mensch Erk; befroəre M. einer, dem es stets zu kalt ist Geilk-Brachelen. — ε. Ohler Möpp Schimpfn. für die Jungen von MGladb-Ohler; Blankemer Möppe Neckn. derer von Schleid-Blankenh; kathollische Mopp, hat Driət (Kot) am Kopp, hat afgeleck, hat got geschmeck! Schimpfr. auf die Katholiken MGladb-Mülfort. — ζ. -ǫ- Sg. t. Gesindel, Pöbel, Janhagel Köln-Stdt; -- Kemp-Hüls. — 2. von Sachen. a. -ǫ- ein mit Teig umbackener Apfel MüEif. — b. -ǫ-, mpχə Tannenzapfen Sieg-Siegbg. — c. -- Ende eines Stückes Holz, Knauf, Knopf Kemp-Süchteln. — d. -- Kehlkopf Kemp-Brüggen, Geld-Straelen. RA.: Den het em af bis an de M. er ist schwer bezecht Geld-Straelen. — e. mpχə Pflasterkleinschlag Sieg-Rhönd.f. mpχə mitteldicker Klicker Aach-Alsd. — g. --, ene wölle M. schwere wollene Decke, Schürze; schweres wollenes Kleid Köln-Stdt. — h. -ǫ- Mums, Anschwellung um die Ohren Sieg-Menden, Mülh-Rh-Overath. — i. --, der het M. hat viel Geld, ist reich Sieg-Mülld. — k. mpχər Pl. Blütenkätzchen der Weide Monsch-Rötgen. — l. -ǫ- eine Seite des Spielknöchels Jül-Inden. — m. --, in der Wend.: E hät de M. ist bezecht Sieg-Braschoss, Bo-Lannesd Stdt; ech han de M. bin zu träge, um zu arbeiten Sieg, Bo. — n. --, in der Wend.: He ös an de M. derjenige Klickerspieler, der beim Kulschiessen nicht 100 erreicht hat Dür-Winden.
3204 Zeichen · 118 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    MoppPl.

    Mecklenburgisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Mopp Pl. -en f. großer fettiger Haarklumpen im Schafvlies, die kleinen heißen Klatten Wa Finck .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit mopp

51 Bildungen · 50 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

mopp‑ als Erstglied (30 von 50)

Moppel

SHW

Mopp-el Band 4, Spalte 749-750

moppern I

SHW

mopp-ern I Band 4, Spalte 751-752

Moppes I

SHW

Mopp-es I Band 4, Spalte 753-754

Moppel

Pfeifer_etym

Mops m. Hund einer kleinen, dick wirkenden, wohl aus den Niederlanden eingeführten Rasse mit kurzen Beinen (Zwergform der Dogge), deren verd…

Moppelches

SHW

Moppel-ches Band 4, Spalte 751-752

Moppelloch

SHW

Moppel-loch Band 4, Spalte 751-752

Moppelmaul

SHW

Moppel-maul Band 4, Spalte 751-752

moppelig

SHW

moppelig Band 4, Spalte 751-752

Moppel II

RhWB

Moppel II = Waldbeere (s. d.).

Moppelsbirnen

RhWB

moppel·s·birnen

Moppels-birnen -bern Neuw-Linkenb Pl. t.: M.! das fällt mir nicht ein zu tun, abschl. Antw.

moppen

Pfeifer_etym

Mop m. ‘Staubreiniger aus Wollfäden oder Stoffstreifen an einem Stiel’, Übernahme (20. Jh.) von gleichbed. engl. mop (17. Jh.), mapp(e) (15.…

Moppenbō¹de

WWB

moppen·bode

Moppen-bō¹de f. -buude Kirmesbude, in der Honiggebäck und -kuchen verkauft werden ( WmWb ).

Moppendräier

WWB

Moppen-dräier m. Bäcker (scherzh.) (Frbg.) ( Ahs St).

Moppensack

RhWB

moppen·sack

Moppen-sack -ǫ- Kemp-SPeter m.: S., in dem die Moppen befördert werden. RA.: De hät en Nas wie ene M. so dick.

Mopper

Idiotikon

Mopper Band 4, Spalte 350 Mopper -ö- 4,350

Mopperhündli

Idiotikon

Mopperhündli Band 4, Spalte 350 Mopperhündli 4,350 M.

Mopperi

ElsWB

mopp·eri

Mopperi , - ö - [Mòpəri, Mèpri Ruf. ] m. 1. kleiner, dicker Hund. 2. dicker, untersetzter Mensch.

mopperig

ElsWB

moppe·rig

mopperig [mòprik Ruf. Geberschw. ] Adj. kurz und dick. Mopp e rigi Dürlipse n Dickrüben.

moppern

RhWB

mopp·ern

moppern -ǫp- Klev , Emmerich , Geld-Pont ; -o- Erk-Elmpt schw.: murren, über etwas maulen, nörgeln. — Abl.: die Mopper(er)ei, dat Gemopper.

Ableitungen von mopp (1 von 1)

Moppe

RhWB

Moppe das Wort mǫp, Pl. -pə(n), Demin. mpkə, –χə (ndl. mop) ist geschlossen verbr. in Monsch , Eup , Aach , Jül , SNfrk, Klevld, Ruhr, Düss…

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APA
Cotta, M. (2026). „mopp". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/mopp/rhwb?formid=M06330
MLA
Cotta, Marcel. „mopp". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/mopp/rhwb?formid=M06330. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „mopp". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/mopp/rhwb?formid=M06330.
BibTeX
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