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mondsüchtig

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

mondsüchtig

mondsüchtig

Mond m. ‘der die Erde umkreisende Himmelskörper’, dann überhaupt (seit dem 18. Jh.) ‘Trabant eines Planeten’. Die in der Wurzelsilbe miteinander ablautenden n-Stämme (germ. *mēnan-) mit der Bedeutung ‘Mond’ ahd. māno (8. Jh.), mhd. mān(e), mōn(e) ‘Mond, Monat’, asächs. māno, mnd. mnl. māne, nl. maan, afries. aengl. mōna, engl. moon, anord. māni, schwed. måne, got. mēna (germ. *mēnan-) stehen neben den unter Monat (s. d.) aufgeführten Formen. Sie haben sich wohl durch Abfall des Dentals und Übertritt in die Flexion der n-Stämme in gleicher Weise aus der Ausgangsform ie. *mēnōt- (s. Monat) entwickelt wie die unter Neffe (s. d.) angeführten germ. Formen aus ie. *nepōt-. Die vergleichbaren außergerm. Bildungen für ‘Mond, Monat’ weisen ursprünglich fast alle ein -s- auf. Aind. mā́ḥ ‘Mond, Monat’, griech. mḗnē (μήνη) ‘Mond’, eine Ableitung von griech. mḗn (μήν) ‘Monat’, auch ‘Mondsichel’, lat. mēnsis ‘Monat’, air. ‘Monat’, lit. ménesis, (mundartlich) ménas ‘Mond, Monat’, aslaw. mĕsęcь, russ. mésjac (месяц) ‘Mond, Monat’ führen auf ie. *mēnes-, *mēns-, *mēs- ‘Monat, Mond’, das ebenso wie ie. *mēnōt- (s. oben) zur Wurzel ie. *mē- ‘messen’ (s. 1Mal) gehört, so daß der Mond als ‘Zeitmesser’ zu erklären ist. Die Form nhd. Mond entsteht im 14. Jh. durch Vermischung von mhd. mōn(e) und mhd. mānōt, mōnōt (s. Monat), breitet sich aber (obwohl von Luther verwendet) erst im 17. Jh. aus. Mond im Sinne von ‘Monat’ ist bis in die Gegenwart literarisch bezeugt. – mondsüchtig Adj. ‘bei Mondschein schlafwandelnd’ (18. Jh.), älter mon-, mansuchtig (15. Jh.), monsüchtig (Luther) für lat. lūnāticus ‘auf dem Mond lebend, dem Mondwechsel unterworfen’; vgl. ahd. mānōdsioh (s. Monat). Mondkalb n. ‘Mißgeburt’, zunächst einer Kuh (16. Jh.), bedingt durch den Aberglauben, der Mond habe Einfluß auf Geburten; dann allgemein als Schimpfwort. Mondfinsternis f. (17. Jh.).
1869 Zeichen · 74 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mondsüchtig

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Mondsüchtig , -er, -ste, adj. et adv. eigentlich, mit einer Krankheit behaftet, welche in ihren Anfällen von der Ab- und…

  2. modern
    Dialekt
    mondsüchtigAdj.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    mond-süchtig Adj. : wie schd., mondsichdich, muund-, maand-, mound-; -sichdisch [verbr., Lambert Penns 107]; auch subst.…

  3. Spezial
    mondsüchtig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    mond|süch|tig adj. sonambul (-ui, -a) .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit mondsuechtig

2 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von mondsuechtig

mondsucht + -ig

mondsuechtig leitet sich vom Lemma mondsucht ab mit Suffix -ig, mit Umlaut-Wechsel.

Zerlegung von mondsuechtig 3 Komponenten

mond+(suech+tig)

mondsuechtig setzt sich aus 3 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

mondsuechtig‑ als Erstglied (1 von 1)

Ableitungen von mondsuechtig (1 von 1)

Mondsüchtige

GWB

Mondsüchtige mask [ über Erzählungen ETAHoffmanns ] es sind nicht die Gesichte eines poetischen Geistes, sie haben kaum so viel scheinbaren …

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „mondsuechtig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/mondsuechtig/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „mondsuechtig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/mondsuechtig/pfeifer_etym. Abgerufen 17. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „mondsuechtig". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/mondsuechtig/pfeifer_etym.
BibTeX
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