Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
miszbieten verb.
miszbieten , verb. einem übel bieten, einem unglimpfliches zufügen, lästern: verachten die herrschaften, sind thürstig und halten viel von inen selbs, und den majesteten fürchten sie nicht zu misbieten. Luther 2, 123 ; wenn der teufel solch misbieten treibet. 5, 63 a ; andre hohe stifte miszbiethen hierdurch greulich dem evangelio, schützen dadurch ihre miszbräuche. Jonas bei Melanchthon opp. 1, 631 Bretschneider; bisweilen noch in der form missebieten: wenn man zu dem leiden noch lestert, spottet, das heubt schüttelt, und missebeut, wie die Jüden Christo am creuz theten. Luther 5, 63 a ; das …