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Mistkäfer

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
10 in 10 Wb.
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16

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Mistkäfer

Bd. 13, Sp. 907
Mistkäfer (Kotkäfer, Dungkäfer, Coprophagidae), Gruppe der Blatthornkäfer (Lamellicornia), meist kleine und mittelgroße Käfer, die, wie ihre Larven, im Mist von Säugetieren, und zwar namentlich in dem von Huftieren, leben. Die M. sind am häufigsten in Afrika mit seinen großen Wiederkäuerherden und in Südamerika, wo sie aber von Aas leben. In Frankreich schätzt man die M. als Wetterpropheten; ihr Flug verkündet gutes Wetter. Der Dungkäfer (Aphodius fimetarius L.), 5 mm lang, mit länglichem, gewölbtem Körper, drei Höckern auf dem Kopf und ungeteilten Augen, glänzendschwarz, am Vorderwinkel des Thorax und der gekerbt gestreiften und sein punktierten Flügeldecken mennigrot, ist in Deutschland gemein und lebt im Mist, in den das Weibchen die Eier legt. Der gemeine Roßkäfer (Geotrupes stercorarius L.), 2 cm lang, mit rundlichem Körper, rautenförmigem, vorn aufgeworfenem Kopfschild, querem, hinten geradrandigem Halsschild, vollständig geteilten Augen und tief gestreiften Flügeldecken, ist oberseits schwarz, blau oder grün schillernd, unterseits veilchenblau; der kleinere Frühlingsroßkäfer (G. vernalis L.) ist fast halbkugelig, glänzend stahlblau, mit sehr glatter, fast polierter Rücken fläche; beide Arten wie auch die folgende leben hauptsächlich im Pferdedung und im Herbst in Pilzen, fliegen schwerfällig und mit lautem Gebrumm und legen ihre Eier einzeln in fußtiefe Röhren, die sie für die Larve mit einem Mistpfropfen füllen, und aus denen die Käfer erst im nächsten Frühjahr auskriechen. Das Dreihorn (G. Typhoeus L.), 16–20 mm lang, glänzend schwarz, beim Männchen mit drei nach vorn gerichteten Hörnern auf dem Thorax, ist in Deutschland stellenweise auf Triften nicht selten. Der Mondkäfer (Copris lunaris L.), 1,8 cm lang, glänzend schwarz, an den Brustseiten fuchsrot behaart, auf den Flügeldecken punktiert gestreift, das Männchen mit langem, aufrechtem Kopfhorn und auf dem vorn senkrecht abfallenden Thorax jederseits mit einem spitz dreieckigen Höcker, lebt in Deutschland auf Viehtriften. Eine andre Art, C. hispanus L., s. Tafel »Käfer I«, Fig. 28. Die Gattung Phanaeus M. Leay enthält prachtvoll metallisch gefärbte Arten in Südamerika, die zum Teil an Aas leben. Zwei brasilische Arten, P. imperator M. Leay und P. bubalus M. Leay, s. Tafel »Käfer II«, Fig. 5 u. 13. Zu den Mistkäfern gehört auch der Pillendreher (Ateuchus).
2378 Zeichen · 32 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Mistkäfer

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Mistkäfer , des -s, plur. ut nom. sing. eine jede Art Käfer, welche sich in dem Miste, d. i. dem Auswurfe der Mensch…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Mistkäfer

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Mistkäfer ( Kotkäfer, Dungkäfer , Coprophagidae ), Gruppe der Blatthornkäfer ( Lamellicornia ), meist kleine und mittelg…

  3. modern
    Dialekt
    Mistkäfer

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Mistkäfer m. Rosskäfer Co. Bisch. K. Z.

  4. Sprichwörter
    Mistkäfer

    Wander (Sprichwörter)

    Mistkäfer 1. Dem Mässtkiêwer gefäld ed äm Käbesch. ( Siebenbürg.-sächs. ) – Schuster, 241 a . 2. Wenn der Mistkäfer lebh…

  5. Spezial
    Mistkäfer

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Mist|kä|fer (Geotrupidae) m. (-s,-) ‹entom› chefer dla ciorda m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit mistkaefer

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von mistkaefer 2 Komponenten

mist+kaefer

mistkaefer setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

mistkaefer‑ als Erstglied (1 von 1)

Mistkäferig

PfWB

mist·kaeferig

Mist-käferig m. : = Mistkäfer 1, Meschtkäwwerich [ RO-Schmalfhf ]; vgl. Käferig ; Syn. s. Pferdskäfer 1. Südhess. IV 688 . —