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Merĭan

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Merĭan

Bd. 13, Sp. 631
Merĭan, Name einer schweizer. Künstlerfamilie. Matthäus, der Ältere, geb. 1593 in Basel, gest. 19. Juni 1650 in Schwalbach, hatte den Kupferstecher Dietrich Meyer von Zürich zum Lehrer, arbeitete sodann in Nancy, Paris, in den Niederlanden, in Frankfurt, wo er sich mit Johann Theodor de Bry verband, Basel u. a. O., später meist in Frankfurt. Von seinen Kupferstichen ist hervorzuheben eine Reihe von »Topographien« verschiedener Länder, die er mit M. Zeiller (Frankf., seit 1640) herausgab, und die auch nach seinem Tode fortgesetzt wurden und bis 1688: 30 Bände (mit über 2000 Kupfern) zählten. Auch das bekannte »Theatrum europaeum«, ein großes zeitgeschichtliches Werk, enthält viele Blätter von ihm. Die von M. nach der Natur aufgenommenen Ansichten von Städten (zahlreiche Nachbildungen in Meyers »Historisch-Geographischem Kalender«) sind in der Perspektive meisterhaft. Vgl. Eckardt, Matthäus M. (Basel 1887). Sein Sohn Matthäus, der Jüngere, geb. 1621, gest. 1687, widmete sich namentlich der Bildnismalerei, in der er sich van Dyck zum Muster genommen hatte, und ließ sich in Frankfurt a. M. nieder. Sein Bruder Kaspar (geb. 1627) betrieb die Ätzkunst. Beider Schwester Maria Sibylla, verehelichte Graff, Tochter des ältern Matthäus M., geb. 2. April 1647 in Frankfurt a. M., gest. 13. Jan. 1717 in Amsterdam, erwarb sich einen großen Ruf durch die Treue und den Geschmack, womit sie Blumen und Insekten in selbst aus Pflanzen bereiteten Wasserfarben malte, und stach die Kupfer zu vielen von ihr verfaßten Schriften, unter denen »Erucarum ortus, alimentum et paradoxa metamorphosis« (Nürnb. 1679 u. 1683, 2 Bde.) und »Metamorphosis insectorum surinamensium« (Amsterd. 1705), die Frucht einer 1699 nach Surinam unternommenen Reise, hervorzuheben sind. Nach einem 14jährigen Aufenthalt in Nürnberg begab sie sich nach Frankfurt zurück und von dort nach Holland. Sie war Mitglied der Kunstakademie in Petersburg. Vgl. Guhl, Die Frauen in der Kunstgeschichte (Berl. 1858). Hans Bernhard, dem Baseler Zweig derselben Familie angehörend, geb. 28. Sept. 1723 zu Liestal im Kanton Basel, gest. 12. Febr. 1807 in Berlin, wirkte erst als Professor in Basel, ging sodann nach Berlin, wo er sich als Gegner der Wolffschen Philosophie bekannt machte und, von Friedrich II. sehr geschätzt, 1770 Direktor der Klasse der schönen Wissenschaften bei der Akademie ward. Seine Lebensbeschreibung erschien Berlin 1810.
2425 Zeichen · 52 Sätze

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  1. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Merian

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Merian , berühmte Künstlerfamilie, aus Basel stammend. Matthäus M. der Aeltere , geb. 1593 zu Basel, lebte längere Zeit …

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Wortbildung

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5 Bildungen · 1 Erstglied · 4 Zweitglied · 0 Ableitungen

merian‑ als Erstglied (1 von 1)

merian als Zweitglied (4 von 4)

bismerian

KöblerAe

bis·merian

bismerian , sw. V. (2) nhd. verspotten, beleidigen, lästern ÜG.: lat. deridere Gl, illudere Gl, insultare Gl, irridere Gl, irritare Gl, lude…

gēomerian

KöblerAe

gēomerian , sw. V. (2) Vw.: s. geōmrian

scimerian

KöblerAe

scimerian , sw. V. nhd. schimmern, glänzen Hw.: s. scima E.: s. germ. *skimō-, *skimōn, *skima-, *skiman, sw. M. (n), Glanz, Helle; vgl. idg…

stamerian

KöblerAe

stamerian , sw. V. (2) nhd. stammeln, stottern Hw.: s. stam, stammėttan E.: germ. *stamarōn, sw. V., stammeln; s. idg. *stem-?, V., stoßen, …