Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
meinunge stf.
1. bedeutung, sinn. unde daʒ er doch enmerkete niht die meinunge dirre geschiht vateruns. 4594.
2. ansicht. diu heilic schrift ist ein gift sô mans nâch dem text verstât und die glôs darzuo niht hât... dâvon hân ich mich gevliʒʒen, swaʒ mir kumt von künsten vür, daʒ ich rehte beschou und spür, waʒ diu meinung drüber sî Teichn. 55.
3. absicht. daʒ wær ganz sîn meinung Zürch. jahrb. 43,38. ir meinunge was girde myst. 202,6. und wuste doch wol, daʒ sîn meinunge valsch was leseb. 863,7. do offin barte der edele furste sinen getruwen mannen sine meinunge Ludw. 27,4. wer öfflich schleht sîn meinung an, vor dem man sich lîcht hüten kan narrensch. 39. a. sîn meinung ist, er wolt gern smæhen das. 110b, 18. es wær guoter meinung in guter absicht geschehen Brant s. 204b.
4. liebe. daʒ ist minne und meinunge der krêatûren leseb. 863,27.