Hauptquelle · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Marotte f.
Marotte f. ‘seltsame Gewohnheit, wunderliche Neigung, Schrulle’ ist eine seit der 2. Hälfte des 18. Jhs. gebräuchliche Entlehnung von gleichbed. frz. marotte. Dieses zuerst für das 15. Jh. nachgewiesene frz. Substantiv gehört als verkleinernde Suffixbildung (wie frz. marionnette, s. Marionette, und afrz. mariole ‘kleines Marienbild, Heiligenbild’) zum Namen frz. Marie (aus lat. Maria); vgl. den seit dem 17. Jh. bezeugten frz. Mädchennamen Marotte. Die im Frz. zu beobachtende Bedeutungsentwicklung führt von ‘Marienbild, Heiligenfigur’ über ‘Puppe, Marionette’ zu ‘(aus einem Stab mit Puppenkopf …