Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
malnehmen
malnehmen
-mal zweites Glied in zusammengerückten Wiederholungszahlwörtern, hervorgegangen aus dem unter 1Mal (s. d.) behandelten Substantiv, s. einmal (aus mhd. ze einem māle), entsprechend zweimal (aus mhd. ze zweien mālen). Die gleiche Bildungsweise zeigen Temporaladverbien, bei denen oft die ursprüngliche Form des Genitiv Sing. beibehalten wird, s. ehemals (aus mhd. ē māles), abermals (aus aber eines males, 15. Jh.); danach (mit Suffixcharakter) einstmals, jemals, nochmals, oftmals, vormals. Seltener mit erhaltenem Genitiv Plur., vgl. dermalen. – In der Multiplikationsrechnung begegnet mal im Sinne von ‘multipliziert mit, malgenommen mit’, isoliert aus Fügungen wie zu wunfczen malen wunfczen ‘15 mal 15’ (15. Jh.) u. dgl. Dazu malnehmen Vb. ‘multiplizieren’ (18. Jh.).