Eintrag · Rheinisches Wb.
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Mal III das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk ml [Goar-Weiler Gondershsn auch für 2 a m:lt]; Mosfrk, Rip -:- [WSaarbg, WRand von Bitb -ō:-; uWupp, Sol auch für 2 a mō:lt; s. häufiger diese Form bei Bed. 2 b]; SNfrk -·ə.-; Berg, Klevld --; Pl. -lə(n) [der Pl. -lər, meist ohne Umlaut, ist selten; Birkf meist mElər, selten --] n. [f., Pl. -lən WBitb, SPrüm]: 1. Erkennungsmal, Fleck, Narbe, Schmarre, von Stoss oder Schlag; dat Kengk hät M.ə op de Backe Kref, Verbr.; meist mit bezeichnenden Beiwörtern: ech han blo M.ə krige, wo de Kerl mech angepack hät Rip, Allg.; e hät e rut M. en Gesech va verbrannt MüEif, Allg.; s. auch Brand-, Mutterm. [ruə Mön (-:-) rote Flecken in den Kartoffeln MGladb-Viersen; in Trier-Mehring nur in der Zs. Eisemol Rostflecken in der Wäsche]. — 2.a. Grenzmal, –zeichen, –stein Allg. u. Strecke zwischen zwei Grenzzeichen (auch sichtbar, schmale Gräben, die die Wiesen voneinander trennen; Furchen, die die Äcker voneinander tr. [örtl. in Konkurrenz mit Fur(che), Grenz, Scheide, Term, Wad] Allg.; vor dem Mähen der Wiese geht der Mäher die Grenze entlang, das Gras schleifend u. niedertretend, um eine sichtbare Grenzstrecke vor sich zu haben, dat M. afgohn Rhfrk, Mosfrk, Rip, Berg; dat M. treden Trier-Hetzerath, Schleid-Blumenth, Sol-Höhschd; de M. ofschlefen (-schleifen) Bitb-Geichl; M. gehn Saarl-Hüttersd, Bo-Ramersd. — Arbeitsabschnitt auf dem Felde, z. B. bei der Kartoffelernte wird der Acker je nach der Länge in 2—6 Moəler eingeteilt, u. die Arbeiter werden auf diese Abschnitte verteilt Selfk, NWErk [M.ə nannte man die Teilstücke, als der Bruch vermessen u. verteilt wurde Düss-Unterb]. — RA.: Dat Furchen (Demin.) weist det M. Wittl-Cröv. De het net For (Furche) on M. engehale über die Grenzlinie geackert, übertr. hat kein Mass u. Ziel gekannt Sieg. Et Stöck bei Fur on M. hale das Feld in seinen rechtmässigen Grenzen halten Eusk-Billig. Se hun op Pohl (Pfahl) a (u.) M. gebaut WSaarbg; emmes de Mül (-ȳ:-) on Pöhl (Pfähle) wise ihn zurecht führen Dür. Of Stol un M. auf genaue Grenze Saarl-Berus. Wenn jeder fihrt (ackert) von M. zu M., bie (wie) et sich hirt (gehört), dann kreit de Deiwel nicks beim Ackern u. übertr. Mass halten Neuw-Datzeroth. — b. bei Spielen die durch ein Zeichen bezeichnete Stelle, von wo aus etwa geklickert, gekegelt, gelaufen wird, z. B. die Anwurflinie beim Klickersp. in bestimmter Entfernung von dem Einsatzkreise, von wo aus nach den eingesetzten Klickern geschnellt wird; vorher ist von der Einsatzstelle zum M. hin von den Spielern geworfen worden (nom M. werfen); wessen Schnellklicker dem M. zunächst liegt, ist erster (ān; danach das M. auch der An u. Anstrich, de Fo s. d., genannt), u. zwar m:l (usf.) Allg., aber mlər n. Ess-Altenessen Fulerum Stoppenbg; m:lt, –- Goar-Weiler, Gondershsn, Saarbr-Sulzb (veralt.), Ottw-Wiebelsk, Sieg-Much, Gummb-Dümmlinghsn, Remschd (u. -nt), Barm, Elbf (u. -lts), Sol, uWupp; m:lšt Saarl-Bous; m:lts Barm, Elbf; m:n Merz-Mettlach, Bo-Stdt; mnə m. Simm-Stdt; m:nχə Köln-Poll Stdt, Rheinb-Schweinh; mn, mnkə Dinsl-Sterkr Walsum, Ess; mnt, –:- Kreuzn, Birkf-Hoppstädten Kronw Schwollen, Simm-Argenth, Ottw-Elversbg, Saarl-Differten, Merz-Mitlosh, Trier-Börfink Weissk (f.), Rheinb-Flerzh, Sieg-Hänschd, Altk-Birken, Waldbr-Eckenhg, Gummb-NSessmar NBreidenb, Remschd (u. -lt), MülhRh-Neuenhsn, Köln-Ehrenf, Ruhrort; mnts Gummb-Stdt NSessmar (u. -nt); -:- Schleid-Holzh; mt f. Wend-Pfeffelb, Geld-Veert; mān Kref-Osterath; op et M. gohn vom Malstrich aus schnellen müssen Rip, Allg.; Mon (Mönken) kletschen ein Klickersp., in dem der Spieler gewinnt, dessen Kl. am nächsten dem M. liegt; Mone schmiten Ess-Borbeck; Mol reule Mörs-Wallach; Mon de nech! verbietet dem Spieler, ein Hindernis aus der Wurfbahn zu beseitigen Ess-Frintrop; Molls! gestattet dem Rufer, zum Malstrich zu gehen Klev-Cranenbg. — Noəlope met Mol on onne M. ein Nachlaufesp. Geilk-Grotenr. Montlofen an zwei Seiten des Spielfeldes stellen sich Spieler auf; derjenige, der zu haschen hat, stellt sich in die Mitte; er hat aufzupassen, wenn einer von der andern auf die gegenüberliegende Seite laufen will Waldbr-Eckenhg. Eich han M.! bei diesem Zuruf darf der Spieler, der das Ablaufmal erreicht hat, nicht abgeschlagen werden Ottw-Aschb (dieser Ruheplatz auch Bott, Verbott, s. d.); Mönje ein Spiel mit Geld; mehrere werfen der Reihe nach mit 1, 2, 5 oder 10 Pfg.stücken nach dem M. u. suchen möglichst auf den Strich zu kommen; wer ihm zunächst liegt, nimmt alle Geldstücke u. wirft sie in die Luft; die Stücke, die danach auf der Erde liegend die Zahl nach oben kehren, gehören ihm; die andern nimmt der zweite in der Reihenfolge u. tut dasselbe Heinsb-Breberen. RA.: Mer moss emmer (de) Fuss (Fiss-chen) bei(m) M. halle! in den Grenzen des Anständigen u. Schicklichen bleiben, sich nach seinen Verhältnissen richten, nichts übertreiben Saarbr, Allg.; Fot a M. halden MGladb-Mülfort; mem Foss beim M. bleiwe Neuw-Datzeroth. Wonn de Klotz (Kegelkugel) zum M. left (läuft) wenn die Sache zum rechten Ende kommt, zum Klappen k. Prüm-Ihren. — 3. Zeitpunkt. a. dat (u. zum) irschte, zweite (usf.), nächste (bes et n. M.! Abschiedswort), letzte M. wie nhd.; en ander M. krigste't net mih gelihnt (geliehen)! Rip, Allg.; das M. dieses M., für jetzt Rhfrk, Allg. (dat, dit, düt M.); et selwich (sell) M., wie ich hinkom damals, als Rhfrk; en üvver et ander M. zuweilen Rip, Allg.; e Moler etlich einigemal Wittl-Binsf; jed M. immer, manneg M. oft, alle M. immer (en für alle M.) Rip, Allg.; alləm:l alle; a. sit er necks wert Rip, Allg.; alləml gewiss (nur am Satzanfang) Rhfrk; op Stapp (Stipp) un M. sofort Trier-Karths. — b. ein-, zwei-, dreimol usf. Adv. wie nhd.; op ei(n)mol plötzlich. — Einmol es keinmol, hierbei ist ein- vollbetont; ist ein- neben- oder unbetont, so entsteht meist əm:l, m:l Allg.; Rhfrk, Mosfrk auch m(:) [mit diesem (ə)mol konkurriert eins, ens, eis, es, əs]; nochəmol > nm:l u. Allg. [Saar nE:s (noch eins) u. nE:səm:l]; op emol (u. əmol) gleichzeitig u. plötzlich Rip, Allg.; iwerämol plötzlich Wend; als (alt, at, all) m:l schon einmal, gewöhnlich Allg.; l:m:l (< allda-) neulich Zell; n:dəm:l nachmals, hernach Aach; fȳərm:lts einst, früher Rip; zum:l hauptsächlich genommen, nun grade, zum Trotz Allg.; dūwtəmlən dazumal, damals, einen längeren Zeitraum umfassend als domols Klevld; dotəmlən OBerg; no- nun Sol; en Herd (Herde) m. oft Mosfrk; m:l- u. mǫlēs verschiedene Mal, manchmal Rip. — Mol - m. bald - bald [im OBerg daneben auch mal]; he es krankt; m. jeht he spazieren, m. legte sek op et Sofa en de Eck Gummb, u. so nach dem Nhd. verbr. — c. m(:)lts, –ǫ- Adv. (nie am Satzanfange stehend) manchmal, gewöhnlich, zuweilen; dat mak ek m. so un so; he kömmt m. no us hen; ek han öm m. geholpen, wenn he en der Klemm sot (sass); öm twelf Uəhr ette vie m.; mer sät m. pflegt zu sagen Berg, Altk (Sieg u. Wildenbg) [m:nts u. m:lts Mettm; m:ltsən Düss; šmǫlə Geld-Aldekerk; šmlts dann u. wann, vielleicht Geld, Klev]; (ja) molls! das fällt mir nicht ein, abschl. Antw. Elbf. — Im Rip (aber als entlehnt empfunden) enigemols, manəchmol(s), nimols (meist kes), mihmols mehrmals, jeddesmol(s). S. auch dickmals öfters. — d. beim Multiplizieren, zwei mol zwei es vier Allg.; bei Angabe von mehrfachen Tausenden, Millionen gern etwa zweimolhondertdausend Allg.
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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DialektMal III
Rheinisches Wb.
Mal III das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk ml [ Goar-Weiler Gondershsn auch für 2 a m:lt ]; Mosfrk, Rip -:- [ WSaarbg …
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