Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
männiglich
männiglich , omnis, quisque. 1 1) das wort geht zurück auf das namentlich bei Otfrid erscheinende ahd. mannalîh, mannilîh, mannolîh ( Kelle glossar 384 b ), eine zusammensetzung, deren letztes glied das neutr. lîh, goth. leik, noch in der bedeutung leib, gestalt ( vgl. unter leiche 1, oben sp. 612) ist, so dasz mannalîh sich einst dem sinne nach mit dem erst später erscheinenden mannes bilde, mannsbild ( sp. 1578) berührte (manlîch in diesem sinne noch mhd.: sie machint wehsinne manlîch entechrist in den fundgr. 2, 123, 24). in die stellung eines unbestimmten pronomens schon frühe übergegangen…