Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
madensack m.
madensack , m. der menschliche leib einem sack ( s. d. ) verglichen, den die maden nagen; ein im 16. jahrhundert emporgekommenes, ursprünglich wol nur geistliches kraftwort ( vergl. auch kothsack): sie sehen keines andern armut oder noth an, sonder sie lugen allein wie ihr madensack erfült werde. Keisersbergs narrensch. von Höniger 339 ; ich hab nicht mehr zu verlieren, denn diesen armen madensack. Luther 3, 171 b ; sintemal ich doch weis, das die tyrannen, nichts denn den armen madensack, meinen leib, nemen können. 333 a ; mir köndte für meine person nicht bas geschehen, denn das mich die pap…