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Lorch

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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7 in 7 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Lorch

Bd. 12, Sp. 711
Lorch, 1) (L. am Rhein) Stadt (bis 1885 Flecken) im Regbez. Wiesbaden, Rheingaukreis, am Rhein und an der preußisch-hess. Staatsbahnlinie Hochheim a. M.-Horchheim, hat eine gotische kath. Kirche aus dem 14. Jahrh., ein wohlerhaltenes mittelalterliches Burghaus (»Hilgenhaus«), eine chemische Fabrik, Gerberei, vorzüglichen Weinbau und (1900) 2216 meist kath. Einwohner. Der Ort wird bereits 832 erwähnt. In der Nähe liegen die Burgruinen Nollich und Rheinberg. – 2) (L. in Württemberg) Stadt und Luftkurort im württemberg. Jagstkreis, Oberamt Welzheim, an der Rems und der Staatsbahnlinie Kannstatt-Nördlingen, 288 m ü. M., hat eine schöne, jetzt restaurierte evang. Kirche aus dem 12. Jahrh., Realschule, Forstamt, Genesungsheim der Landesversicherungsanstalt Württemberg, Kinderheim, Stock-, Teigwaren-, Zement-, Luxuswagen- und Kartonnagenfabrikation und (1900) 2741 meist evang. Einwohner. Durch die Limesforschung (s. Limes) wurden inmitten der Stadt die noch gut erhaltenen Grundmauern einer römischen Kaserne und in der Nähe der Stadt einige Kastelle und Türme römischen Ursprungs entdeckt. Auf dem 342 m hohen Marienberg über L. das ehemalige Benediktinerkloster L., das 1108 von Friedrich von Hohenstaufen gegründet, 1490 mit einem weltlichen Chorherrenstift verschmolzen, 1525 von den Bauern zerstört, 1531–37 wiederhergestellt und 1563 in ein evangelisches Stift verwandelt wurde. In der Kirche mehrere Grabmäler der Hohenstaufen. In L. verbrachte Schiller einen Teil seiner frühen Jugend (Pfarrer Moser), und auch E. Mörike (s. d.) lebte einige Jahre dort. Vgl. Kirn, Führer durch das Kloster L. (Lorch 1888); Steimle, Kastell L. (Heidelberg 1897). – 3) Dorf in Oberösterreich, Bezirksh. Linz, nahe dem rechten Ufer der Donau, nordwestlich von Enns, steht an der Stelle der römischen Stadt Lauriacum (s. d.), hat eine Kirche aus dem 13. Jahrh., eine romanische Totenkapelle und (1900) 167 (als Gemeinde 1275) Einw.
1933 Zeichen · 42 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    LorchDer

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    † Der Lorch , — es, Mz. — e , der Haubentaucher oder Merch (Colymbus cristatus L .).

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Lorch

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Lorch , nassauischer Flecken bei Rüdesheim mit 1900 E., berühmtem Wein. — L., württemb. Flecken an der Rems mit ehemalig…

  3. modern
    Dialekt
    Lorch

    Schweizerisches Idiotikon · +2 Parallelbelege

    Lorch Band 3, Spalte 998 Lorch 3,998

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lorch

11 Bildungen · 7 Erstglied · 0 Zweitglied · 4 Ableitungen

lorch‑ als Erstglied (7 von 7)

Lorchalch

Idiotikon

Lorchalch Band 3, Spalte 229 Lorchalch 3,229

Lorchel

Pfeifer_etym

Lorchel f. Name für einen Pilz, für einen Faltenschwamm mit hohlem, braunem, aus gewundenen Wülsten bestehendem Hut. Zuerst in nd. Lautung L…

Lorcher

PfWB

lor·cher

Lorcher m. : Rindvieh, das die Unart hat, mit der Zunge vor dem Maul hin- und herzuschlagen', Loʳcheʳ [ RO-Duchr ]. Südhess. IV 449 , Rhein.…

Lorcheⁿ

Idiotikon

Lorcheⁿ Band 3, Spalte 1380 Lorcheⁿ (II) 3,1380

Ableitungen von lorch (4 von 4)

Gelorch

PfWB

Ge-lorch s. Gelurch .

Gelorche

RhWB

Ge-lorche jəlǫrĭχ Malm-Bütgenb Nidrum Sg. t. n.: in der Wend.: De han en G. metənen (miteinander) die beiden Familien besuchen sich viel geg…

lorche

DWB

lorche , f. 1 1) pinus larix. vgl. lärche sp. 201. 2 2) eine art eszbarer schwämme, helvella mitra, die bischofsmütze, heiszen in Gera lorch…

verlorchen

PfWB

ver-lorchen schw. : ' zerwühlen '; 's Bett veʳloʳche [ ZW-Marthh LA-Essing GH-Schwegh ]; vgl. verrolzen . — Zu lorchen 'faul liegen'.