Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
lêwerka
9. Jh. in zahlreichen Gl.:
‚Lerche; acredula,(zur Unsicherheit
alauda, c(h)aradrion, -us, laudula, lusci-
nia, philomena, Scylla‘
des Bed.ansatzes der lat. Lemmata acredu-
la, charadrios, luscina und Verwechslung
der Bez. für die Nachtigall und den Regen-
pfeifer schon im Lat. vgl. Neuß 1973: 121 f.)
〈Var.: lera(c)h-; -roch-, -reh-; lerica, lercha,
lærch; lewerc(h)a, -e〉. Die vom Ndd. be-
einflussten Formen mit -w- sind zumeist in
mfrk. Hss. anzutreffen. Das unverschobene
-k- in lê-werka erklärt sich aus der postkons.
Stellung nach -r- mit vorheriger Synkope des
Vokals, falls ein solcher überhaupt anzuneh-
men ist (vgl. Neuß 1973: 122. 171). – Mhd.
lErche, lêwercke, lewerich sw.f.
‚Lerche‘,
frühnhd. lerche sw.f., lerch m., nhd. Lerche
f.
‚Singvogel, der mit trillerndem Gesang.
steil in die Höhe fliegt‘