Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
leitwende stF.
2 rechtsspr. ‘Schadensabsicht, Vorsatz’ (vgl. DRW 8,1160)
1 Veränderung hin zum leit stN., ‘Unglück’ da stuont sin heiligiu muoter [Maria] bi, da gie ein swert durch ir lip; daz was der michel iamer unt diu chreftige leidewende, die si hete umbe ir uil lieben sun PrRoth 23; die den widermuoten allen manliche gestent, / [...] / noch weiche entwichent dere werltlichen leidwente Himmelr 7,23; EnikWchr 11887 2 rechtsspr. ‘Schadensabsicht, Vorsatz’ (vgl. DRW 8,1160): wer der ist, der deheinen unssern burger ruget oder schuldiget umb wunden, dotslege, notzoge oder andere unfuge und das dut durch leitwende und sich das kuntlich vindet, der sol glich bessern die besserunge, die der geton solte haben, der geruget oder geschuldiget worden ist, obe er schultber funden worden were UrkStraßb 4,2:100,14 (a. 1322)
MWB 3,3 1049,49; Bearbeiterin: Baumgarte