Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
leithunt stM.
2 im Ggs. zu ruorhunt Anführer der Meute (anders Dalby ; vgl. leitbracke , scheidære , vorlouft )
1 wertvoller, bes. ausgebildeter Hund, der i.d.R. an der Leine geführt wird und die Spur des Wildes sucht, bevor anschließend die Meute auf der gefundenen Spur das Wild hetzt (vgl. Dalby, Mediaeval Hunt, 134b-136a; s.a. leitbant , leitseil , leitsnuor ): der ritter het sich berait / nach jagens gwonhait. / ain lait hunt er begraif, / an ain sail er in swaif Württemb W,37; er het wol hundert winde, / ân ander huntgesinde, / bracken sûse [Anführer der Meute] und leithunt. / im was wol umbe spüren kunt UvZLanz 1547; wer eynen leydhund stilt oder sleht zu tode, der sol seinem hern da eynen also gutten geben und sechs schilling dortzu KlKsr 4,25; ez wær vorlouft od leithunt, / ûz eime troge az sîn munt / mit in dâ vier wochen [zur Strafe] Parz 528,27; SchwSp (W) 278,1. 278,5; Wartb (H) 522:6,13; EckenlE2 162,8; WolfdB 482,4; WolfdD (H) 783,4; Krone 14256; JTit 1317,1. – im Bild: ich swere iz uch wol ture, / daz mir nie wart me zu sture / gegebin zu desim buche. / ich han gevarn mit der suche / so ein leitehunt nach dem spore, / biz ichz brachte her vore Brun 12468; du sende din helf / mir ungetriben welf / (an gnaden dúrres wintspil / bin ich, daz nit wais war ez wil, / und uf der vart nach wan jagt), / daz ich ain laithunt unverzagt / werd und ain edel brake SHort 3942 2 im Ggs. zu → ruorhunt Anführer der Meute (anders Dalby ; vgl. leitbracke , scheidære , vorlouft ): et tunc ipse laithunt suscipit maximum cervum, quem tunc ceteri canes [ qui dicuntur ruorhunt, ebd.] insecuntur una cum ipso Jagdpredigt 70
MWB 3,3 1046,29; Bearbeiterin: Baumgarte