Eintrag · Rheinisches Wb.
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leiten II das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk lErə, –ā-, –ai-, Part. gəlEt, –ā-; Mosfrk lE:də(n), –ā:-, –ē:- [WBitb -ā:d-, Part. gəlE:t]; Siegld lęirə, du lęitst (Imperat. lęi]; Rip lē:də, –e·i.- [NBergh le·i.ə; Aach-Stdt le·i.jə; Aach-Walh lē:nə], Prät. fehlt, Part. jəlēt; OBerg, Lennep (um Remschd), Elbf, Mettm ledə; sonst NBerg -ē-, –ē:-, –ī·ə.-, –e·i.-; SNfrk le·i.ə (-ę·i.-, lē·ə.), dū lets, hE let, Prät. ledə (let), lę·i.ət, Part. jəlet (jəlę·i.t); Klevld lęiə(n), –ai- [MülhRuhr -e-] Part. γəlet, –ę- schw.: 1. einen Menschen l., führen, doch nur so, dass man ihn an der Hand nimmt oder im Gehen unterstützt, vor allem ein kleines Kind, einen Lahmen, Blinden, Kranken [der allg. Begriff ‘führen’ wird wiedergegeben durch enem den Weg weisen, enen dohin brengen, met em no N. gohn, intrans. der Weg geht no N., während das Verbum führen, wohl in Gebrauch, doch als Entlehnung empfunden wird, nur der WRand von Bitb hat rein mdl. fē:rən, u. herausf. ist allg. üblicher als das Simpl.]; loss dech schün l., datste net fälls! zum Kinde; den ale kranke Mann moss mer l. wie en klen Kengk (Kind) Rip, Allg. RA.: Dech kammer och besser l. wie driwen einen stinkenden (furzenden) Menschen Sol-Leichl, Rees-Ringenbg. Beəter ene Blönge (Blinden) l. äs ene Lahme dragen weil letzteres mühsamer ist MGladb-Viersen. Änen har (bei) (nach links!) l. zurechtstutzen Simm-Laub, — har Ächert l. Merz-Saarhölzb. Ene dröm l. u. eröml. u. an de Nas heröml. veranlassen, dass seine Hoffnungen nicht in Erfüllung gehen Rip. Enen heml. (heim-) prügeln Bitb-Waxbrunnen. We et Glöck het, de lett de Brut hem NBerg. Et (das Geschick) kriet se bi de Hangd on lett se dobi es nimmt die jungen Eheleute in Empfang u. leitet sie zum Zusammenleben; man soll sie, wenn sie verheiratet sind, in Ruhe lassen, es wird sich schon alles von selbst finden Gummb-Berghsn. De let dem met der Schnauz an de Bach Aach-Bardenbg. En an de Bäch l. auszuhorchen versuchen Wermelsk. Dem hant se a je Sel (Seil) gelet genasführt Eup-Raeren. Se hant mech bei de Bock gelet belogen, genarrt Sol-Leichl. Ahrw-Heimersh. Ene lans de Wäng (Wände) l. prügeln; sich l. de W. l. sich raufen Eusk, Rheinb, Bo, Sieg, Köln, Bergh, Dür. Enen em (um) de Heländer (Holunder) l. an der Nase herumführen Trier, Bitb, Prüm. Öm de Pomp l. in die Pumpengemeinschaft einführen; s. Pumpe Rees. Der es vom Oass (Ochs) gelet er ist dumm Sieg-Hennef. — De l. sich zwei Geliebte gehen zusammen Dür; die twe l. sik owends no Hus (hem) sie sind ein Pärchen Gummb. — Die nhd. Bed. ‘einen nach seinem Willen l.’ fehlt. Engen l. einen lange warten lassen, hinhalten Aach-Walh. — E Mädche laire hinhalten, ohne ernstliche Heiratsabsicht Siegld; de let mich von Wouch (Woche) zo W. hält mich hin, vertröstet mich Eusk-Lechenich. — 2. ein Tier l., am Strick führen, bes. ein Muttertier zum Begatten l.; de Gess nom (bei de) Bock, de Koh nom (bei de) Stier (Ossen, Farren usf.) l. [met der Hippe nom Bock l. Sol], auch absol. de Gess l.; de Koh mos bal gelet werde, — es gelet wuərde; dat Rend es noch ze jong für ze l.; e geleit Rengk das zum ersten Male kalben soll Kemp, Westerw, Rip, Nfrk [Rhfrk, Mosfrk de Kuh bei den Stier fahren]. — De Koh udgl. op de Mart (nom M.) l., — fortl.; et Perd no der Schmedd l. Rip, Nfrk [Rhfrk, Mosfrk fahren]. — Das Spanntier l., am Zügel, bes. beim Pflügen als Treiber neben dem Spanntier gehen Allg. auch Rhfrk, Mosfrk; die Kuh is nit gelehrt (angelernt), die muss noch gelat were Simm, Allg.; de Kuhw l. hüten bei der Weide n. Ruhr. RA.: De hät de Get (Geiss) gelett hat wider Erwarten unnütze Arbeit gemacht Kref, SNfrk, Rip (s. weitere RA. bei Geiss). Mer mott der Hongk (Hund) su l., dat he nit op de Ling (Streck) schitt (scheisst) Mettm. Gehe ich mit? Jo, wa mer et Höngkche l. Mülh-Rh-Ensen (s. weitere RA. bei Hund). Me kann den Esel (Oss, en Kalf) wäll an't Water l., äwwel nit twengen, dat hej süpp (säuft) Mörs, SNfrk. Der is se dumm, vor en Laus am Rieme se l. Simm-Riegenr. Dau konns mech ens enen Ap (Affen) na de Bahn l.! abschl. Antw. Kemp-SHubert. E leit de Sau spazeere im Sausp. Bergh-Lipp. — 3. eine Pflanze l.; en jongk Bämche moss mer l., soss wisst (wächst) et net schin Koch, Allg. (mehr anl.); absol. die Reben am Weinbergspfahl hoch hinaufl. Mos; die Bohnen l., an die Stangen hinaufl. Rip, Nfrk. — De Bach (et Wasser) eninl. (herenl.) in ein Gelände Allg.
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Cotta, M. (2026). „leitenii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/leitenii/rhwb?formid=L03230
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Cotta, Marcel. „leitenii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/leitenii/rhwb?formid=L03230. Abgerufen 11. May 2026.
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Cotta, Marcel. „leitenii". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/leitenii/rhwb?formid=L03230.
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