Hauptquelle · Mecklenburgisches Wb.
Leisägel n.
Wossidia Leisägel -seil n. Leesegel; schmale Segel, welche bei achterlichem Winde, wenn das Schiff platt vor dem Winde segelt, als zusätzliche Besegelung an Spieren festgemacht wurden; die nach der Luvseite über die Rahen hinausgeschoben wurden; auf großen Rahschiffen wurden sie auch beiderseits sowie neben der Fock beigesetzt; infolge der Mühe des Anbringens und namentlich des schnellen Bergens, wenn der Wind umging, und wegen der häufigen Unfälle dabei waren die Leisägel bei den Matrosen unbeliebt; da der Nutzen gering war, sind sie in den achtziger Jahren abgekommen. Belege: wi löpen vör os…