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Leinöl

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
8 in 8 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Leinöl

Leinöl

Lein m. ‘Leinpflanze, Flachs’, ahd. (9. Jh.), mhd. mnd. aengl. anord. līn ‘Flachs’ (auch ‘Leinen, leinenes Gewand’), asächs. līn ‘Leintuch’, nl. lijn, engl. (mundartlich) line, schwed. lin ‘Flachs’, got. leinLeinwand’ (germ. *leina-) vergleicht sich außergerm. zunächst mit air. līn ‘Netz’ und alban. (geg.) lîn(ni) ‘Lein, Flachs’, die sämtlich aus lat. līnum ‘Lein, Flachs, Leinen, Leine’ entlehnt sein können. Daneben stehen mit kurzem Vokal griech. línon (λίνον) ‘Lein, Flachs, Leinwand, Bettlaken’, lit. lìnas ‘Flachsstengel, -pflanze’, lìnaĩ Plur. ‘Lein, Flachs’, aslaw. lьnъ ‘Lein’, lьněnъ ‘leinen, linnen’, russ. lën (лён) ‘Lein, Flachs’. Angesichts des hohen Alters des Flachsanbaus sind Lehnbeziehungen ungewiß. Vielleicht ist für alle Formen von ie. *lī̌no- ‘Lein, Flachs’ auszugehen, das freilich selbst aus einer nicht-ie. Sprache stammen könnte. – leinen Adj. ‘aus Flachs gewebt’, ahd. (8. Jh.), mhd. līnīn; dazu die Substantivierung Leinen n. ‘haltbares Gewebe aus Flachs, Leinentuch, Leinwand’ (16. Jh.). Linnen n. ‘Leinwand, Stoff aus Leinen’, im 18. Jh. über den westfälischen Leinwandhandel erfolgte Übernahme von nd. Linnen, mnd. linnen, Substantivierung von mnd. linnen Adj., mit Vokalkürzung gegenüber asächs. līnīn ‘leinen’. Leinöl n. ‘aus Leinsamen gepreßtes Öl’ (15. Jh.), vgl. mhd. līnsātöl. Leinwand f., älter Leinewand ‘Gewebe aus Flachs’, frühnhd. (vereinzelt) lingewand und (Luther) Linwand. Diese wohl aus dem Nd. (vgl. mnd. līn-, līne-, linne(n)-, lēnewant) stammende und zu mnd. want ‘Gewand, Tuch, Zeug’ (s. Gewand) gehörende Form wird im 17. Jh. sprachüblich und verdrängt älteres Leinwat (bis 17. Jh.), ahd. (11. Jh.), mhd. līnwāt, zu (im Nhd. ebenfalls untergegangenem) ahd. (8. Jh.), mhd. mnd. wāt ‘Kleidung, Kleidungsstück, Gewandstoff’, das wie asächs. wād, aengl. wǣd, engl. weed, anord. vāð ‘Gewebe, Zeug’, schwed. våd ‘(Tuch)bahn’ mit lit. ū̃dis ‘Gewebe’, áusti ‘weben’ sich an ie. *ā̌udh-, *u̯ē̌dh-, *ūdh-, eine Dentalerweiterung der Wurzel ie. *au̯-, *au̯ə- ‘flechten, weben’ (wozu unmittelbar aind. ṓtum ‘weben’), anschließen läßt. Nach heutigem Sprachempfinden wird das Grundwort von Leinwand als zu Wand gehörig empfunden, vgl. Leinwand für ‘Bildwand’. Lein(e)weber m. ‘Weber von Leinen’, mhd. līnweber, (md.) līnenweber.
2270 Zeichen · 92 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    LeinölDas

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Das Leinöl , — es, Mz . u. Öl, welches aus dem Leinsamen geschlagen oder gestampft ist. Leinöl schlagen. Speisen mit Lei…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Leinöl

    Goethe-Wörterbuch

    Leinöl Leinsamenöl, zur Holzbehandlung Das zum Behuf des Schloßbaus nöthige L., wovon der Bedarf auf 50—60 Tonnen geschä…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Leinöl

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Leinöl (lat. Oleum Lini ), das fette Öl aus den Samen der Flachspflanze ( Linum usitatissimum ). Beim kalten Pressen gew…

  4. modern
    Dialekt
    Leinöln.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Lein-öl , -olig n. : ' Öl aus Leinsamen ', Leineel [ KU-Bedb Schmittw/O Pirmas KB-Kriegsf GH-Kand ], Leiⁿ- [LU-Opp NW-Ka…

  5. Spezial
    Leinöl

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Lein|öl n. (-[e]s,-e) öre de lin m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit leinoel

3 Bildungen · 3 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von leinoel 2 Komponenten

lein+oel

leinoel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

leinoel‑ als Erstglied (3 von 3)

Leinölpreis

GWB

leinoel·preis

Leinölpreis Die .. Berliner L-e kommen den hiesigen ziemlich gleich A(Gr5,203) 21.11.01 [Protokoll LKruse] Rüdiger Welter R.W.

Leinölsäure

Meyers

leinoel·saeure

Leinölsäure ( Linolsäure ) C 18 H 32 O 2 findet sich als Glyzerid in den trocknenden Ölen, bildet ein schwach gelbliches Öl vom spez. Gew. 0…