Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
laszdünkel m.
laszdünkel , m. 1 1) einbildung, anmaszung, arroganz, aus der verbindung sich dünken lassen ( th. 2, 1550. 5, 232) mit anlehnung an dünkel 2 ( th. 2, 1539) gebildet, neben einer selteneren, an den infinitiv angeschlossenen bildung laszdunken: laszdunken macht den tanz guot. wenn man laszdunken ausz der welt neme, so were kein welt mer. denn es muosz bleiben, dʒ einem jeden das sein wolgefalle, also dasz er sich dunken laszt, alles was er thuot, das sei guot. Agr. spr. (1560) 159 a ( vgl. dazu auch dünkelgut th. 2, 1541). die form laszdünkel lebt bis ins 18. jahrh.: ladünkel, laszdünkel arrogan…