Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
lantmarke stF.
2 ‘Gegend, Region, ein von lantmarken abgegrenztes Gebiet’
1 ‘Grenze eines Landes’ da sint gelegin nahe bi / die berge montes Riphei / und Danais ein wazzir groz, / des fluz die lantmarke undervloz RvEWchr 2201; ez sol niemen dhein vich chauffen, daz er ez auz dem land triben welle oder uͤber di landmarch MGHConst 4,(2):1221,47 (a. 1300). – im Pl. übergehend zu 2: ob die selben lantlute von Ure, von Swytz ald von Underwalden deheinen botten des abbtes ald des conuentes von dien Einsidellen ergriffen in ir lantmarchen AbschEidgen 251; dien Ungirn sint gesezzin / inwendig ir klûse tor / und ir lantmarchin davor / windeschir lande vil RvEWchr 2555 2 ‘Gegend, Region, ein von lantmarken abgegrenztes Gebiet’ ein andir lantmarche unde strich / vahit an als Tigris gat / unz an Eufraten RvEWchr 1877; an richeit und mit grozir wer / hat dirre lantmarche zil / veste, guͦtis, lúte vil / in dirre marche fúr und widir ebd. 2622; bi der Elbe hin ze tal / untz an das ende sint diu lant / dú nidir Germania genant. / in dirre lantmarche / ist gelegin Tennemarche ebd. 2426; [in der] lantmark, so Argoͤy heisset StBZürich 103; allen, die disen brieff sechent oder hörent läsen, kunden wier der landtamman vnd die landleüthe von Vhry, daß [...] ihr leib vnd ihr guott fridt sol han zuo vns von vnß vnd bei vnß sint [von nun an] do in vnser gewalt vndt landtmarch UrkGraub 4:319,31 (a. 1319 (kopial))
MWB 3,3 877,41; Bearbeiter: Diehl