Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
kustel f.
kustel , küstel , f. der fruchtzapfen der tannen und fichten Adelung (' im gemeinen leben einiger gegenden '), er gibt die umlautform, wie Schm. 2, 340 küstel, köstel, ohne angabe der landschaft, vermutlich aus dem nördl. Franken; denn heimisch ist es auf dem Thüringer walde, doch ohne umlaut, s. kusteldarre , kustelsteiger . Es ist eine verkleinerung alter art und setzt ein kuste oder kust f. voraus. nun heiszen in Tirol jene fruchtzapfen kusen Schöpf 354 , sg. kûs f. Fromm. 6, 433 , wovon kuste als weiterbildung erscheint ( s. z. b. kisse 3); kuse, kusel aber ist ebenda und anderwärts kuh od…