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kuolîn

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EWA
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

kuolîn

kuolînAWB f. īn-St., selten auch kuolaAWB f. ō-
St., in Gl. seit dem letzten Viertel des 9. Jh.s
und Nps: ‚Kälte, Frost, Kühle; algor, aura,
907 kuoli – kuoniS908
axis, aura, frigus, gelidus, glacies, refrige-
rium
(mhd. küele, nhd. Kühle; mndl. coe-
le; ae. cēle). Deadj. Abstraktum. S. kuoli. –
kuolmantil* m. a-St., nur in Gl. 3,663,40
(13. Jh.): ‚Sommermantel; spenula. Deter-
minativkomp. mit adj. VG und subst. HG. S.
kuoli, mantal. – kuolônAWB? sw.v. II, Gl. 3,221,
26 (in 2 Hss., 12. oder 13. Jh. und Anfang
des 13. Jh.s). 27 (13. Jh., obd.); 4,202,64 (1.
Drittel des 11. Jh.s, mfrk.): ‚frieren, gefrie-
ren; algere, gelare
. S. kuoli. – kuomelktrakuomelk
tra
f. ō(n)-St., Gl. 4,171,25 (12. Jh.): ‚Melk-
eimer; multra (i. mulctra)‘
(zum HG vgl.
nhd. mdartl. schweiz. melchteren f. ‚höl-
zernes, offenes Gefäß für Flüssigkeiten‘

[Schweiz. Id. 4, 210f.]). Determinativkomp.
mit subst. VG und HG. Das nicht als Sim-
plex überlieferte HG -melktra (< vorurgerm.
*h2melĝ-treh2- [s. melkan]) ist mit dem Fort-
setzer des Suffixes urgerm. *-đrō- gebildet,
das zur Bez. von Instrumenten dient (vgl.
Krahe-Meid 1969: 3, § 138, 2). Zu lat. mulc-
tra f. ‚Melkfass, Melkkübel‘ vgl. Serbat
1975: 313; de Vaan, Et. dict. of Lat. 393. S.
kuo, melkan. – kuonheitAWB f. i-St., in Gl. 2,
168,24 (Hs. Anfang des 9. Jh.s, Zeit des Gl.-
eintrags unbekannt, bair.); 4,352,17 (11. Jh.,
alem.) und bei O: ‚Kühnheit, Tapferkeit;
dextra [= dextera], fortitudo
(mhd. kuonheit,
nhd. Kühnheit; mndd. kȫnhēit; frühmndl.,
mndl. coenheit). Deadj. Ableitung mit dem
Abstrakta bildenden Suff. -heit. S. kuoni,
heit. – Ahd. Wb. 5, 529 f.; Splett, Ahd. Wb. 1,
498
. 499. 597. 611; Köbler, Wb. d. ahd. Spr.
690; Schützeichel7 187; Starck-Wells 354.
825; Schützeichel, Glossenwortschatz 5, 392 f.
1836 Zeichen · 117 Sätze

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    kuolî(n)st. f.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    kuolî ( n ) ( auch kuola) st. f. , mhd. küele, nhd. kühle; mnl. coele; ae. céle m. — Graff IV,379 f. chuoli: nom. sg. Gl…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kuolin

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Ableitung von kuolin

kuol + -in

kuolin leitet sich vom Lemma kuol ab mit Suffix -in.

Zerlegung von kuolin 2 Komponenten

kuo+lin

kuolin setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — kuolin kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „kuolin". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kuolin/ewa
MLA
Cotta, Marcel. „kuolin". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kuolin/ewa. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „kuolin". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kuolin/ewa.
BibTeX
@misc{lautwandel_kuolin_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„kuolin"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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  urldate      = {2026-05-13},
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