Eintrag · Elsässisches Wb.
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Küechli, Küechle, Küechel [‘Xìèlə Attenschw.; Khìèχli Banzenh.; Khìeχlə Sier.; Khìaχlə Hi. Heidw. Pfast. Su. Osenb.; Khieχlə, Pl. –ər M.; Khìèχl U.; Khîχl Str. Roppenh. Betschd. W.] n. kleine runde, in Butter oder Öl gebackene Kuchen, Krapfen, bei vielen Festlichkeiten, aber bes. zu Fastnacht gebacken. ‘gefüllet Küchlin Tuceta’ Dasyp. ‘Küchlein = frz. des bignets (baignets)’ Martin Coll. 46. Küechelsunnti(g) ist der Sonntag nach der Herrenfastnacht, der erste Sonntag in der Fastenzeit, auch Wiwerküechelsunntig genannt. Im Wirtshause bekam früher jeder Gast von den Küchlen; auch die Hirten wurden damit beschenkt. Die Schulkinder singen ihre Lieder beim Einsammeln: Maien (oder Veigelein), Rosen, Blüemle, Mir singen um das Küechelein; s Küechelein ist gebachen, Mir hören die Pfanne krachen, Mir hören d Schlüssel klingen, D Jungfrau wurd bald Küechle bringen; Küechle herus! Küechle herus! Mir wünsche - n - üch Glück in öuer Hus! und wenn man nichts bekommt, singt man: Veiele, Rose, Dürrbirenstiel, Für den Thüren gibt's nit viel, Für den Fënstern ist ‘Hëlf dir Gott!’ Ist dis nit e grossi Schand und Spott? Ingenh. Mir singen um das Küechelein; Küechlen herus und Küechlen hinin Oder mir schlauwen e Loch hinin Roppenh. Heraüs, heraüs, Küechlen heraüs, Ich wünsch üch Glück in oüer Haüs u. s. w. Illz. s. auch Reijen. s friert mich an e Füessele, Ich hätt gërn e Küechele; s friert mich nur e wenig dran: Ich mein, ich muess e Küechle han Dü. Kinderlied: Bitsche, batsche, Küechele, d Mueter bacht Küechele, Bacht ganzi Pfannen voll, Gibt in dem Kindele auch devon Obbr. Aus einem Kinderspruch: Er bringt drei Kojelhopf in der Hand, Küechle bachen ist keine Schand Rapp. JB. VII 168. Gewalti [kəwâlti] Küechlen werden aus gewalztem Teig gemacht und in Butter gebacken Su. Wenn Abendrot ist, sagen die Kinder: d Mueter Gottes bacht Küechlen Su. ‘Niemals’ wird bezeichnet durch: ‘Wenn der Nussbaum Küechle drat’ vgl. das Lied von Aug. Stöber Schk. 165. ‘es ist gewonheit also das küchle holen (am Fastnachtmontag in der Pfaffen Häusern und in den Klöstern; am Zinstag in den Bürgerhäusern) Geiler Narr. 153bc (LXXV schar). Rda. ‘einem küchlin bachen’ einem wohl thun, angenehm sein Murner Schelmz. 68. — Schweiz. 3, 131. Bayer. 1, 1221.
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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modern
DialektKüechli
Elsässisches Wb.
Küechli , Küechle, Küechel [‘ X ìèlə Attenschw. ; Khìèχli Banzenh. ; Khìeχlə Sier. ; Khìaχlə Hi. Heidw. Pfast. Su. Osen…
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kueechli‑ als Erstglied (1 von 1)
Küechlifasenacht
ElsWB
Küechlifasenacht f. zweiter Sonntag in der Fastenzeit, Invocavit Wolschw. JB. X 224; Hirzfn. XII 188. — Schweiz. 4, 646.