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krümpfen

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

krümpfen

Bd. 11, Sp. 2469
krümpfen , 11) einschrumpfen machen, zusammenziehen. 1@aa) trans.: das ein strenger spasmus sich erhebt und die nerven (d. i. muskeln), sennen und spannadern etwas zusammen krümpft und zeucht. Thurneisser prob. der harnen (Frkf. a. O. 1571) 12, die muskeln krimpfen oder krimpfen sich, der krampf krümpft sie. auch in falten legen: er trägt ein halstuch, das gekrümpfet die breite mit der länge schimpfet. Wernicke überschr. Hamb. 1704 s. 130 (Zürich 1763 s. 95), von der 'kurzweiligen' modetracht i. j. 1685. [] 1@bb) reflexiv, sich krümpfen: weil Macrons würfe nicht viel taugen, so schaut man wie das spiel verwirret sein gehirn, und so viel runzeln an der stirn' bezeugen, dasz er nur geworfen wenig augen. man merkt, in dem er flucht und schimpft, dasz seine haut sich mit der tasche krümpft, und weil die münz' aus der verschwindet, dasz sich ein falsch gepräg' in seinem antlitz findet u. s. w. Wernicke 1704 s. 83 (1763 s. 60). wie sein beutel einschrumpft, so runzelt sich seine stirne (vergl.krumpel runzel). 1@cc) diesz krümpfen, das bis jetzt in allen wbb. fehlte, stellt sich als causativum neben krumpfen 1, einschrumpfen, beide auf starkes krimpfen zurückgehend; ebenso rümpfen neben rimpfen. daneben steht aber krempfen, krämpfen (s. d.) wie mhd. schrempfen (sp. 2313 mitte) als causativum zu schrimpfen. s. auch krumpfen 2. 22) aber auch für krimpfen selber, gleich einschrumpfen; so deutlich bei Waldis (wie rümpfen ebend. für rimpfen), dessen krümpfen spalte 2312 als notbeleg für krimpfen dienen muszte, s. dort; freilich schwachformig, wie in des Gryphius eingekrümpfte lippen. bei dem untergehen von krimpfen in krümpfen mag der gedanke an krump, krumpf krumm wesentlich gewirkt haben. 33) auch für krümmen erscheint krümpfen, so bairisch Schm. 2, 386 (neben krümpen), begreiflich nach der nebenform krumpf für krumm (s. d. I, 3, b). aber merkwürdig auch in md. und nd. sprachgebiete: auch soll der bott jederem scheffen (zum anstechen des heuhaufens) eine rut machen so hoch und lang, dasz er sie auf den spanknauf von dem schuhe stelle und mit gereckten armen das oberst glied des daumens darauf herumber krümpfe (umbiegen kann). weisth. 2, 82, von der Saar, 16. jahrh.; vor allen suche die am meisten zu beschimpfen, die dich kaum angesehn, und dir kein haar nicht krümpfen. Wernicke 1704 s. 416 (1763 s. 302). das stammt aus dem sprachdenken eines Niederdeutschen, der im streben nach dem hochdeutschen diesz überhochdeutscht, vergl. des Hamburgers Richey bemerkung unter krimpen 3, c.
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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    krümpfen

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    krümpfen , 1 1) einschrumpfen machen, zusammenziehen. 1@a a) trans.: das ein strenger spasmus sich erhebt und die nerven…

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einkrümpfen

DWB

ein·kruempfen

einkrümpfen , corrugare: ein entseelte leich gelehnt an diese maur, von fäule blau und bleich, verstelltes todtenbild, mit eingekrümpften li…