Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
krispen swV.
2 von Kleiderstoff, Bed. unklar, etwa
3 von Licht(strahlen), Bed. unklar
1 vom Haupthaar, krisp machen, ‘kräuseln’ die loͤcke warn klein gekrispet, / mit suͤzer reide gerispet TürlArabel *R 77,1; ir valwen loecke reine / warent dar umbe [Haarreif] gekrispet, / iegelich loc gerispet, / das er rehte als ein trúbel hieng MinneR 333 15; sîn hâr, daz ist crispet [La. ghecrispet ] SM:Go 2: 3,2. 2a: 7,2. – übertr. auf die Person: sich, wie sind sy gechrispet, / lueg, wie schon gerispet! HvBurg 5495 2 von Kleiderstoff, Bed. unklar, etwa ‘mit gekräuselten Verzierungen besticken’ (vgl. RheinWB 4,1528 s.v. krispeln 2) oder ‘mit Wellenmuster versehen (moirieren)’ oder ‘fälteln, mit Plissée verzieren’ (vgl. → ridieren ): ir steppe was gekrispet harte wol Neidh (HW) 36,32; ir sult iuwer swenzel / krispen, dirne guot SM: Had 24: 1,2 3 von Licht(strahlen), Bed. unklar: kristallin is [zu Kristall gehärtetes Eis] zu viure / kan krispen wol der sunnen wevel Frl 7:17,8 (vgl. z.B. BdN 441,6; KvWGS 842ff. und s. K. Stackmann in: Mittelhochdeutsch. Fs. für K. Gärtner. Hg. von R. Plate und M. Schubert, Berlin / Boston 2011, S. 388f.)
MWB 3,2 602,28; Bearbeiter: Bohnert