Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
krampfen
krampfen
Krampf m. ‘unwillkürliches Zusammenziehen von Muskeln’, übertragen ‘gequältes, nutzloses Bemühen’, ahd. krampho ‘Klaue, Haken, Krampf’ (9./10. Jh.), kramph ‘Haken, Krümmung, Krampf’ (Hs. 14. Jh.), mhd. krampf stehen wie ahd. kramph Adj. ‘krumm’ (10. Jh.), anord. krappr ‘eng’ (germ. *krampa-) im Ablaut zu ahd. krimphan ‘zerreiben’ (8. Jh.), mhd. krimpfen ‘sich krampfhaft zusammenziehen’, mnd. nd. nl. krimpen, mnl. crimpen. Weiterhin sind verwandt Krampe und Krempe (s. d.). Alle Formen schließen sich an die unter krumm (s. d.) genannte nasalierte Labialerweiterung der Wurzel ie. *ger- ‘drehen, winden’ an. – krampfen Vb. ‘sich krampfartig zusammenziehen’ (18. Jh.), vgl. kausatives spätmhd. krempfen ‘krampfartig zusammenziehen’. krampfhaft Adj. ‘krampfartig, verbissen’ (18. Jh.). krampfig Adj. ‘verkrampft’ (15. Jh.). Krampfader f. ‘krankhaft erweiterte Vene’, die krampfartige Zuckungen verursacht (16. Jh.), vgl. älteres schweiz. krumpoder (14. Jh.).